Tierheim Dornbusch platzt aus allen Nähten

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Das Schalksmühler Tierheim-Team um Thomas Höllmann und Anna-Lena Pieper mit Ruby beklagt sich über   eine Überfüllung am Dornbusch.   

Schalksmühle - Ein bunter Haufen, der den Mitarbeitern des Tierheims Dornbusch langsam über den Kopf wächst – rund 18 Hunde und 50 Katzen „wohnen“ derzeit in der Einrichtung, die damit aus allen Nähten platzt. Für Abgabetiere habe man kaum noch Platz, beklagen sich die Verantwortlichen.

Das Hauptproblem der Tierfreunde sind momentan die schnurrenden Vierbeiner. Hauptsächlich sind sie Fundtiere. Warum gerade jetzt so viele Katzen gefunden werden, kann sich Daniela Seidel, stellvertretende Tierheim-Leiterin nicht erklären. „Wir dachten erst, dass es an den Ferien liegt. Doch auch jetzt kommen immer noch Tiere zu uns.“ Vor allem seien es viele ausgewachsene Katzen, mehr als Jungtiere. 

Quarantäne völlig „ausgebucht“ 

Zwar hat man am Dornbusch mehrere Katzenräume, aber wenn sich Tiere untereinander nicht verstehen, dann müssen sie getrennt untergebracht werden. Damit fangen die Platzprobleme an. Hinzu komme, so die Verantwortliche, dass die Quarantäne-Station für die Katzen völlig „ausgebucht“ ist. „Neuankömmlinge kommen bei uns immer sofort dort hin. Wir wissen ja nicht, ob sie Krankheiten haben oder ob sie kastriert sind. Rund 14 Tage bleiben die Katzen unter Quarantäne. In dieser Zeit werden sie auch kastriert.“ Bis zu acht Tiere können gleichzeitig in dem Extra-Raum untergebracht werden. Eine zweite Station sei bereits in Planung, sagt Daniela Seidel. „Das muss aber auch finanziell machbar sein“, merkt sie an. 

Ein kleineres, aber ebenso wichtiges Bauprojekt stehe zudem an. Das Kleintierhaus soll saniert werden, sonst ist die Aufnahme von Ratten, Chinchillas und anderen kleinen Lebewesen bald nicht mehr möglich. Einen kompletten Aufnahmestopp kann das Tierheim nicht einrichten. Durch den Fundtiervertrag mit der Gemeinde Schalksmühle müsse man immer aufgegriffene Tiere aufnehmen, erklärt die stellvertretende Leiterin. Aber die Aufnahme von Abgabe-Katzen und -hunden sei kaum noch möglich. 

Hilfe wird angesichts der Situation am Dornbusch gerne gesehen. „Wir sind glücklich über jeden Cent, der gespendet wird. Aber auch Handwerker, die ehrenamtlich mit anpacken, sind uns willkommen“, betont Daniela Seidel. Für den morgigen Sonntag, 2. September, lädt der Tierschutzverein Lüdenscheid und Umgebung, der Träger der Einrichtung, zu seinem traditionellen Tierheimfest ein. Von 11 bis 17 Uhr stehen die Türen des Tierheims Dornbusch für alle Gäste offen. Man erhoffe sich an dem Tag neben guter Stimmung unter den hoffentlich zahlreichen Gästen auch den einen oder anderen, der sich die Zeit nimmt, einen der tierischen Bewohner besser kennenzulernen. Vielleicht ergäben sich auch wieder spätere Vermittlungen, so Daniela Seidel. 

Kontakt und Informationen 

- Tierheim Dornbusch, Dornbusch 1; Telefonzeiten (keine Besuchszeiten), Tel. 0 23 55/63 16 Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag von 9 bis 10 Uhr sowie täglich von 14 bis 17 Uhr; E-Mail:info@tierheim-luedenscheid.de 

- Öffnungs-/GassigehzeitenMontag und Dienstag sowie Donnerstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr, mittwochs ist Ruhetag

- Öffnungszeiten Samstag, Sonntag und Feiertag von 14 bis 17 Uhr; Gassigehzeiten von 11 bis 14 Uhr 

- IBAN: DE26 4585 0005 0000 0784 85

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