Kater von Projektil getroffen

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Walter Telschows verschmuster Kater, der „Dicker“ genannt wird, wurde vor zwei Wochen angeschossen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Weite, grüne Wiesen, dazwischen einige beschauliche Häuser. Eigentlich lässt es sich in Rotthausen angenehm leben. Auch Walter Telschow ist mit seinen vier Katzen zufrieden, doch nun wurde auf eines der Tiere geschossen.

„Vor etwa zwei Wochen ist er einfach zur Seite gekippt“, erzählt Telschows Lebensgefährtin. „Die Tierärztin fand dann beim Röntgen ein Projektil.“ Eine Einschusswunde war nicht zu sehen, wahrscheinlich schnell wieder verheilt, da es sich um ein recht kleines Projektil, möglicherweise aus einem Luftgewehr handelt. Da es nahe der Harnblase des Katers liegt, konnte es nicht entfernt werden und verblieb im Körper.

Schon vorher waren den Haltern verletzte Katzen aufgefallen. „Eine hatte eine Wunde am Hals, aber da dachten wir, sie wäre vielleicht von einer anderen gebissen worden“, berichtet Telschows Lebensgefährtin. Nun vermuten sie, dass vielleicht schon vorher auf die Tiere geschossen wurde. Eine ihrer drei Freigänger sei bereits verschwunden – möglicherweise auch dem Schützen zum Opfer gefallen. Nun hätten sie Angst ihre Katzen nach draußen zu lassen und wollen andere Tierhalter auf den Vorfall aufmerksam machen.

Dass es ausgerechnet ihren zutraulichsten Kater, den sie liebevoll „Dicker“ nennen, getroffen hat, macht die Schalksmühlerin, die selbst in einem Tierschutzverein tätig ist, traurig: „Er ist so verschmust und liebesbedürftig und lässt sich von jedem streicheln, da könnte der Schütze ganz nah dran. Wir haben ihn gefunden, als er noch ganz klein war.“ Seit dem Vorfall habe der Siebenjährige panische Angst vor Eimern. „Vielleicht hat man ihn ja sogar in einen reingesteckt“, überlegt sie.

Die Halter haben den Vorfall der Polizei gemeldet und setze ein Belohnung von 150 Euro für Hinweise auf den Schützen aus. Diese können an die Polizei Lüdenscheid, Tel. 0 23 51 / 9 09 90 weiter gegeben werden.

Ähnliche Vorfälle hat es in diesem Jahr bereits in Brügge und Halver gegeben. ▪ lw

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