Katastrophenlage: Busunfall und Gefahrgut

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Das täuschend echt wirkende Szenario, von Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt ausgetüftelt, traf die Einsatzkräfte der Feuerwehr wie immer bei derartigen Übungseinsätzen unangekündigt.

SCHALKSMÜHLE ▪ Donnerstag, 19.15 Uhr: Alarm für alle vier Löschzüge des Gemeindegebietes Schalksmühle. Auf dem Gewerbering am Ramsloh in Heedfeld sei ein Pkw frontal mit einem Linienbus kollidiert, auf den wiederum ein mit Gefahrgut beladenes Fahrzeug aufgefahren sei, aus dem Salzsäure auslief.

Das täuschend echt wirkende Szenario, von Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt ausgetüftelt, traf die Einsatzkräfte der Feuerwehr wie immer bei derartigen Übungseinsätzen unangekündigt.

Insgesamt 97 Feuerwehrleute von 138 im Schalksmühler Einsatzgebiet brachen innerhalb weniger Minuten nach Heedfeld auf, um den vermeintlich zahlreichen Verletzten zu Hilfe zu eilen und den Austritt der gefährlichen Säure in den Griff zu bekommen. Die Szene am Gewerbering stellte sich derweil so realistisch dar, dass Passanten innehielten und aufgeregt nachfragten, was passiert sei.

Damit der Unfall lebensecht in Szene gesetzt werden konnte, griffen den Organisatoren um den Chef der Feuerwehr Winkeln, Olaf Plautz, viele Helfer unter die Arme. So wurde zum Beispiel der beteiligte Bus von der Firma Bleiker sowie der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zur Verfügung gestellt, während die Firma Steinebach Utensilien zur realitätsnahen Darstellung des verunglückten Gefahrguttransportes beisteuerte. Als Darsteller der verwundeten Unfallbeteiligten konnten Mitglieder der Ehrenabteilung der Schalksmühler Feuerwehr gewonnen werden. Darüber hinaus waren Einsatzkräfte des DRK Schalksmühle vor Ort, um die „Verwundeten“ fachgerecht zu versorgen.

Im Rahmen des Einsatzes der Feuerwehr wurden nicht nur die Verletzten aus dem Bus evakuiert und unter freiem Himmel versorgt. Der Fahrer des mit dem Bus kollidierten Auto musste mit einem Schneidwerkzeug aus seinem zerstörten Fahrzeug befreit werden.

Unter den Zuschauern der spektakulären Aktion, die in Schalksmühle in der Regel einmal im Jahr durchgeführt wird, befanden sich unter anderem auch Anja Wolf vom Fachbereich Rat, Personal und öffentliche Ordnung der Gemeinde Schalksmühle, Nicole Schinkel und Winfried Schindler vom Sachgebiet öffentliche Ordnung der Gemeinde sowie der Bezirks-Polizeibeamte Holger Getzlaff. Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt dankte allen Beteiligten an der groß angelegten Übung, an der sämtliche Einsatzfahrzeuge der Schalksmühler Feuerwehr beteiligt waren. Auch der Gerätewagen Messtechnik zählt dazu, der bei Gefahrguteinsätzen dem Eigenschutz der Feuerwehrleute dient.

Feuerwehrchef Dieter Coordt zog ebenso wie Anja Wolf von der Gemeinde ein rundum positives Fazit: „Alle Löschzüge trafen zeitnah am Einsatzort ein und haben dort gute und professionelle Arbeit geleistet.“ Im Anschluss an die Alarmübung folgte wie immer bei derlei Aktionen ein Abendessen mit allen Beteiligten.

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