Musikschule ist untrennbar mit der Gemeinde verbunden

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Monika Rüth, Kathrina Frisch und Uwel Lal (von links) brachten mit traditioneller jiddischer Fest- und Hochzeitsmusik frische Farbtupfer ins Programm des Kammerkonzertes der Lehrkräfte der Musikschule Volmetal.

Schalksmühle - „Musikschule hat Pflichtcharakter. Das braucht man zum Erwachsenwerden.“ Einer lebendigen, breit aufgestellten Musikschule und ihrem rührigen Förderverein sprach Bürgermeister Jörg Schönenberg am Sonntag beim Kammerkonzert mit Lehrkräften der Einrichtung Lob und Dank aus.

Die Musikschule sei untrennbar mit der Gemeinde verbunden, lobte der Bürgermeister. Die einstigen Initiatoren hätten alles richtig gemacht. Vor voll besetzten Rängen gewährten die Musikschulpädagogen bei ihrem gefeierten Konzert im Rathaus Einblick in die bunte Vielfalt des Musikschullebens. 

Bürgermeister Jörg Schönenberg – im Bild mit Bezirksleiterin Kathrina Frisch – bescheinigte der Musikschule Volmetal Pflichtcharakter.

Auf hohem Niveau brachten die Lehrer ihren Zuhörern zum 40-jährigen Jubiläum des Musikschulbezirks Schalksmühle Musik aus unterschiedlichen Epochen, für verschiedene Besetzungen und Instrumente nahe. Sogar klassisches Ballett, bezaubernd anzusehen, stand auf dem Programm. Von Barockmusik bis zum Jazz, von Klezmer bis zum Musical reichte die weite Spanne. Eigene Freude am Musizieren gaben die Lehrer ans Publikum, das sich begeistert vom Gebotenen zeigte, weiter. 

Mit den festlichen Klängen des Prince of Denmark’s March von Jeremiah Clarke, lange Henry Purcell zugeschrieben, gelang André Becker (Trompete) und Aleksandra Diamantaki (Klavier) – Letztere bei allen Stücken mit Klavier eine virtuose Partnerin – ein feierlicher Einstieg in den Vormittag. Schmeichelnd und frohlockend zog der warme, weiche Klang der Bratsche (Cornelia Krebs) beim Viola Concerto in G-Dur von Telemann in seinen Bann. An der Seite von Bezirksleiterin und Moderatorin Kathrina Frisch (Querflöte) begeisterte Harald Eller (Gitarre) mit zwei Eigenkompositionen. Ihrer Bedeutung „Melodie“ machten seine Air 1 und 2 alle Ehre. 

Ein fester Platz für zeitgenössische Musik

Zum wilden, spieltechnisch brillanten Saitenritt entwickelte sich das Lamentatio von Giovanni Sollima, mit dem Wolfgang Wilke (Violoncello) der zeitgenössischen Musik einen festen Platz im Konzert eroberte. Vollendet gelang Cornelia Krebs (Violine), Kathrina Frisch und Aleksandra Diamantaki bei zwei farbigen Zwischenspielen von Jacques Ibert harmonisches Zusammenspiel. 

Kammerkonzert der Musikschullehrer

Für die Anmut und Grazie des klassischen Balletts sensibilisierte Stina Emmerich mit einem Tanz aus Cesare Pugnis Ballett „Esmeralda“. Auf kleinstem Raum glänzte die Tanzpädagogin mit einer Choreographie des großen Marius Petipa. Nicht nehmen ließ es sich der Förderverein, das Konzert mit Klezmermusik zu bereichern. Wie beim Neujahrsempfang der Gemeinde brachten Uwe Lal (Gitarre, Violine und Gesang), Monika Rüth (Querflöte), Kathrina Frisch (Querflöte), Sabine Trienke (Akkordeon) und Anne Blasius (Cajón) mit der traditionellen jiddischen Fest- und Hochzeitsmusik frische Farbtupfer ins Programm. Über Romantisches aus der Feder von Carl Maria von Weber gelang der Sprung in die Moderne. Weichao Wu (Gitarre) folgte dabei Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ ausdrucksstark in die Katakomben der Pariser Unterwelt. 

Mit Jazz-Standards, mitreißend und spielfreudig dargeboten, setzten Harald Eller (Kontrabass), Benjamin Degen (Posaune) und Marcel Wasserfuhr (Drumset) abschließend unter facettenreiches Musizieren ein dickes Ausrufungszeichen. Auf Anhieb sprang der Funken bei Stücken von Paul Chambers und Jimmy van Heusen über. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr, dieses Konzert.

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