Nachwuchs aus Südamerika

Monika Kreutz kümmert sich um Baby-Nandus

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Männchen oder Weibchen?: Die Geschlechterfrage ist bei den beiden Laufvögeln noch nicht geklärt.

Dahlerbrück - Auf einem Hof im ländlichen Raum trifft man in der Regel auf Katzen und Hunde, auf ein paar Hühner oder auch das ein oder andere Kaninchen. Bei Familie Kreutz in Dahlerbrück ist das etwas anders. Dort gehören nun auch zwei junge Nandus zur Familie.

Seit knapp einer Woche bewohnen neben unzähligen anderen Federtieren, Hasen und Ziegen auch die beiden flugunfähigen, vier Monate alten Laufvögel, die ursprünglich aus Südamerika stammen, die große Freilauffläche hinter dem Haus Oelken 3. 

Monika Kreutz ist die Ziehmutter der beiden ungewöhnlichen neuen Familienmitglieder. Eigentlich hatte sie nicht geplant, sich solche Tiere anzuschaffen. Doch ihr Mann sei auf die Idee gekommen, nachdem er gehört hatte, dass ein Züchter in Schmallenberg seine letzten beiden Küken an den Mann beziehungsweise die Frau bringen möchte. 

"Wie große Hühner"

Nach einem kurzen Zögern und einer ersten Recherche im Internet zu den idealsten Haltungsbedingungen für die Vögel entschied sich Monika Kreutz, die beiden aufzunehmen. „Die Nandus sind im Prinzip wie große Hühner. Im Gegensatz zu Straußen oder Emus, die einen beheizten Stall brauchen, können die Nandus auch draußen bleiben.“ Doch zur Zeit wird jede Nacht noch die Stalltür hinter den beiden zugesperrt, da die Besitzerin Angst hat, dass ein Fuchs eines der beiden Jungtiere holt. „Später ist das kein Problem mehr. Ausgewachsene Nandus haben bei uns keine natürlichen Feinde“, weiß die Dahlerbrückerin. 

Freie Bahn: Auf dem Hof in Dahlerbrück haben die Nandus genügend Auslauf.

In der Regel verteidigt auch der Hahn das Nest. Ob es in der Gemeinde in zwei Jahren auch Nandu-Nachwuchs geben wird, dass kann Monika Kreutz jetzt noch nicht sagen. Denn derzeit lässt sich noch nicht ausmachen, ob es sich bei den beiden Laufvögeln um Weibchen oder Männchen handelt. Nur ein aufwendiger DNA-Test würde Klarheit bringen. Doch die Dahlerbrückerin hat Zeit. „Wenn irgendwann eines der beiden brütet, dann brütet sie halt. Und wenn es zwei Männchen sind, dann müssen wir weiterschauen“, nimmt die Halterin die unklare Geschlechtslage locker. Da es sich um Stiefgeschwister handelt, sei theoretisch eine Paarbildung mit den beiden möglich. „In erster Linie sollen sie aber gut aussehen.“

Viele Tiere auf einem Hof

Auf dem Hof der Familie Kreutz sind die beiden Nandus in guter Gesellschaft. Wie viele Tiere dort genau leben, dass weiß Monika Kreutz nicht. Auf jeden Fall findet man Hühner, Enten, Gänse, Katzen, Ziegen und vieles mehr. Die Tierfreundin hatte bis vor Kurzem sogar zwei Waschbären. Diese musste sie aber aus Platzgründen abgeben. 

Ausgewählte Kost: Derzeit muss die Besitzerin noch aufpassen, dass die beiden Vögel nicht zu viel Eiweiß im Futter haben. Das sei nicht gut für das Wachstum.

Die Mitbewohner verstehen sich untereinander gut. Nur die Ziegen waren den beiden neugierigen Vögeln nicht ganz geheuer. Momentan muss Monika Kreutz noch aufpassen, dass die Nandus nicht zu viel Eiweiß im Futter haben – das sei nicht gut für die Knochen während des Wachstums. Aber wenn die beiden ausgewachsen sind, dann seien sie pflegeleicht. So hat sie es zumindest im Internet gelesen. Schließlich lerne sie mit jedem Tag als Ziehmutter etwas Neues dazu.

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