Ausverkauftes Konzert

Junge Band Crosswind begeistert im Bauernhaus Wippekühl 

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Sebastian Landwehr, Stefan Decker und Béatrice Wissing traten mit Mario Kuzyna (nicht auf dem Bild) als Band Crosswind im Bauernhaus Wippekühl auf.

Schalksmühle - Young Irish Music at its best: Den schier unerschöpflichen Melodienpool irischer Musik bereicherte die junge Band Crosswind am Freitag beim Folkkonzert im Bauernhaus Wippekühl mit ausgesprochenen Ohrwürmern und kleinen, feinen Geschichten aus der eigenen Feder.

Die Gruppe hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer der vielversprechendsten Newcomer-Bands der deutschen Irish Folk Szene entwickelt. 

In der Besetzung Béatrice Wissing (Fiddle und Gesang), Stefan Decker (Flute, Whistles, Fiddle, Gitarre und Gesang), Sebastian Landwehr (Gitarre, Concertina, Whistles und Gesang) und Mario Kuzyna (Gitarre, Diatonisches Akkordeon und Gesang) trumpfte das Erfolgsquartett vor restlos ausverkauftem Haus auf. 

Dicht an dicht drängten sich die Besucher im Bauernhaus, um das Crosswind-Konzert am Freitagabend mitzuerleben.

Wer Pech hatte und keine Eintrittskarte mehr bekam, wurde ein wenig mit einer Live-Schaltung der Anfangsminuten des Konzerts und einer Übertragung ins Netz via Facebook (Oben an der Volme-Seite) entschädigt. Eine Kooperation der Gemeinde mit dem Verein Regionalentwicklung Oben an der Volme und Ralf Thebrath, Freizeit- und Naherholungsbeauftragter des Vereins, machte die Übertragung möglich. 

Zwei Sets randvoll mit Songs 

„Wir spielen von Sylt bis München“, stellte sich die Band den Folkfans vor. „Aber so etwas Idyllisches wie hier haben wir ganz, ganz selten.“ Der laue Frühsommerabend, der in der Pause förmlich zum Aufenthalt im Freien einlud, trug das Seine zur Wohlfühlatmosphäre der Veranstaltung bei. 

Zwei Sets, randvoll mit Songs zum Träumen, Tanzen und Mitwippen gefüllt, hielt die junge Formation aus Bonn, Herne und Münster für ihr begeistertes Publikum bereit. Mal melancholisch, mal überschäumend fröhlich spielte sich die Band, die von Anfang an die Nähe zum Publikum suchte und fand, in die Herzen.

Der Geist der grünen Insel  

Schelmisch, witzig, berührend und tiefgründig verstanden sich die Newcomer, die ihre Instrumente meisterhaft beherrschten und mit ihrer Musik den Geist der grünen Insel ins Bauernhaus brachten, aufs musikalische Geschichtenerzählen. 

Hinaus aufs Meer nahmen sie mit, zum untreuen „Billy Tailor“, den am Ende ein böses Schicksal durch eine sitzengelassene Ehefrau ereilte. Ebenso auf dunkle Straßen („Dark Road“) und – für alle Heuschnupfengeplagten gedacht – unter einen Apfelbaum („The Apple Tree“), der das ganz Jahr über ein guter Freund ist, nur nicht, wenn er blüht und Pollen produziert. 

Béatrice Wissing präsentierte sich an der Fiddle und verzauberte mit ihrem Gesang.

Liebevoll arrangierte Covertitel wie „Sailing to Philadelphia“ von Mark Knopfler und „Around the Wild Cape Horn“ von Ralph MeTell versprühten ebensolchen Charme wie die Eigenkompositionen. Mit Titeln wie „Ready for the Show“ (Sebastian Landwehr) oder „Aline’s“ (Stefan Decker) zeigten die jungen Musiker, was in ihnen steckt. Mitreißende Tunes hellten auch traurige, melancholische Songs auf. 

Streifzug durch irische Musik 

Von Grenzen ließ sich das Quartett bei seinem gefeierten Streifzug durch die irische Musik nicht beirren und setzte unbekümmert über den großen Teich. Unfreiwilliger Protagonist in der traurigen Ballade „Lincoln’s Army“ war allerdings ein Ire, der nach Amerika ausgewandert war und sich ungewollt im Amerikanischen Bürgerkrieg wiederfand.

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