Wieder Besuch in der Jugendherberge Glörsee

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60 junge Teilnehmer des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland waren zum ersten Mal zu Gast in der Jugendherberge Glörsee.

Schalksmühle/Breckerfeld - Seit mehreren Jahren veranstaltet der Jugend- und Studentenring Deutscher aus Russland (JSDR) Kinder- und Jugendcamps für Teilnehmer aus der Region. Zum ersten Mal war der Verein nun mit Kindern und Jugendliche aus Deutschland, Russland, Kasachstan und den Niederlanden in der Jugendherberge Glörsee zu Gast – und brachte so wieder Leben in das Gebäude und an die leere Glörtalsperre.

Acht Tage wohnten die Teilnehmer am Glörsee. Obwohl das Badevergnügen in diesem Jahr bekanntlich ausfällt, hatten die Kinder und Jugendlichen trotzdem Spaß und Freude an verschiedenen Aktivitäten mit alten und neuen Freunden, sagt die Bundesvorsitzende des Vereins und Leiterin des Jugendcamps, Julia Iwakin. 

Austausch der Kulturen als ein Ziel 

Der Ring hat es sich zur Aufgabe gemacht, Freizeitangebote auf die Beine zu stellen, Familienseminare zu organisieren und einen internationalen Jugendaustausch zu gewährleisten. Der Verein ist, erklärt Julia Iwakin, auch politisch und in Sachen Kulturen aktiv. Den Teilnehmern werden Demokratie und Gepflogenheiten anderer Länder – so etwa aus Deutschland, aber auch den Herkunftsländern – näher gebracht. 

Glücksfall für Herberge am Glörsee 

Rund 60 Kinder und Jugendliche waren in der vergangenen Woche bei David Emde, dem Herbergsvater zu Gast. Für die Unterkunft war es wegen der gesunkenen Buchungszahlen aufgrund der leeren Talsperre ein glücklicher Zufall, dass sich der Verein diese Einrichtung ausgesucht hat. Für die Teilnehmer hatten Julia Iwakin und die zahlreichen Betreuer ein komplettes Tagesprogramm ausgearbeitet. „Wir haben das Thema ,Zeitreise‘ ausgewählt und von den Neandertalern bis hin zu Michael Jackson zahlreiche Besucher gehabt“, berichtet die Leiterin. 

Der Standort inmitten der Natur spielte eine große Rolle, betont die Vorsitzende. „Viele Kinder leben stadtnah. Unser Ziel war es, ihnen etwas Ländliches zu zeigen.“ Einen positiven Effekt stellte Julia Iwakin bereits nach den ersten Tagen fest – „die Kinder werden ruhiger. Es findet eine gewisse Erdung statt.“ 

Offen für deutsch-russischen Austausch 

Auch der gegenseitige Austausch ist eines der wichtigsten Anliegen des Vereins. Die Leiterin: „Wir sind offen für einen deutsch-russischen Austausch. Wir haben auch viele Mitglieder mit deutschen Wurzeln. Sie sind bei uns aktiv, um ihre Kenntnisse zu verbessern.“ Man sei eine Brücke zwischen Deutschen und Russen. Julia Iwakin: „Uns ist eine Volksdiplomatie wichtig.“ 

Und für die Jugendherberge an der Glörtalsperre begann nach einer Pause die Saison der Klassenfahrten und -ausflüge. Zur sonst besten Buchsungszeit musste die Herberge Betriebsferien machen. Den halben August hatte die Unterkunft geschlossen. So konnten Kosten gespart werden, die durch die leere Glörtalsperre und die daraus resultierende niedrige Anzahl an Buchungen nicht so leicht abzudecken waren.

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