Jörg Schönenberg wird erneut Bürgermeister

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Die Freude über den Wahlsieg war gestern Abend groß: Mit deutlichen 59,8 Prozent wählten die Schalksmühler Bürger Jörg Schönenberg erneut zu ihrem Bürgermeister.

Schalksmühle - Als er um kurz vor 21 Uhr den Ratssaal betrat, wurde ihm zwar bereits applaudiert, doch da hatte er die Wahl noch nicht ganz gewonnen. Ein paar Minuten später war es aber klar: Mit 59,8 Prozent wurde der unabhängige Jörg Schönenberg erneut zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Seine Konkurrenten lagen deutlich hinter ihm: SPD-Kandidat Michael Siol erreichte 24,4 Prozent und Jörg Weber von der CDU 15,79 Prozent.

Die Freude über das klare Wahlergebnis war Jörg Schönenberg deutlich anzumerken. „Das ist eine schöne Bestätigung“, sagte Schönenberg im Gespräch mit unserer Zeitung. Schönenberg hielt sich bis kurz vor dem finalen Ergebnis noch in seinem Arbeitszimmer auf und nicht wie alle anderen im großen Ratssaal. „Ich wollte nicht jede Facette zeigen, wenn die einzelnen Stimmbezirke kommen, sondern wollte mich vorher ein bisschen sammeln“, gab der 55-Jährige zu.

Nachdem er sich 2006 gegen einen Konkurrenten durchsetzte, der eigentlich keiner war, habe er bisher keinen richtigen Wahlkampf gehabt. „Ich bin dankbar, dass ich jetzt eine breite Mehrheit hinter mir habe. Denn das ist für meine Arbeit nicht ganz unwichtig. Denn letztendlich hat der Bürgermeister auch eine eigene Stellung gegenüber dem Rat, und die sollte er hin und wieder auch mal zeigen. Und dieses Votum hat mir die Bevölkerung gegeben.“

Für Schönenberg geht es jetzt eng getaktet weiter. Derzeit wartet die Verwaltung auf den Bauantrag von der Primus-Schule und die Regionale-Projekte sollen weiter umgesetzt werden. „Wir arbeiten wie bisher unter Volldampf“, sagte Schönenberg.

Sein Gegenkandidat Jörg Weber war über das Wahlergebnis nicht enttäuscht. „Damit war zu rechnen. Letztlich war der Ansatz der CDU von Anfang an, den Schalksmühler Bürgern eine echte Wahlmöglichkeit zu bieten. Das Ergebnis ist bezeichnend für Jörg Schönenberg und ich denke, er kann gestärkt in die nächste Amtsperiode gehen“, sagte Weber. Am Mittwoch bestimmt die CDU in einer Fraktionssitzung, wie die Ausschüsse besetzt werden. Dabei soll auch entschieden werden, wie Jörg Weber sich nach seinem Einzug in den Rat in die Politik einbringen wird.

Michael Siol (SPD) hätte sich zwar ein paar Prozentpunkte mehr gewünscht, nahm das Ergebnis aber trotzdem recht gelassen hin. Enttäuschter war er darüber, dass die SPD das Kreitagsmandat mit 1,8 Prozentpunkten verpasst hat. „Doch wir haben sieben Sitze im Rat erreicht, das war unser Wahlziel und wir haben als Partei mit einem Plus von 5,9 Prozent ordentlich zugelegt“, sagte Siol.

In der Zukunft wird für den Schalksmühler der Beruf nun vorgehen. „Ich werde jetzt Pfarrer und ansonsten schaue ich, was ehrenamtlich in der Politik möglich ist.“ Aktuell könne er noch keine Aussage dazu treffen, ob er sich 2020 erneut zur Wahl stellen wird. „Wir müssen uns jetzt erst einmal intern als Fraktion und Ortsverein sortieren. Wir haben in den vergangenen Wochen viele neue Mitglieder hinzugewonnen und da müssen wir schauen, wie wir die alle einbauen können.“ - von Alisa Kannapin

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