50 Jahre Kreuzkirche: Schalksmühler feiern bunten Kirchen-Geburtstag

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Pfarrer Torsten Beckmann im Gespräch mit dem Zeitzeugen Hans Lau, der als letzter noch lebender Verantwortlicher über die Gründe für den Bau der Kreuzkirche berichtete.

Schalksmühle - „Alle Generationen sind vertreten.“ Mit Jung und Alt, Gästen aus der Nähe und aus weiter Ferne feierte die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück am Samstag „50 Jahre Kreuzkirche“.

Zeit zum Innehalten, zur Rückschau und zum fröhlichen Miteinander bot das bunte Jubiläumsfest. Vor dem Familiengottesdienst, der im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand, stimmten Bilder aus der Bauzeit der Kirche, von Gottesdiensten und aus dem Gemeindeleben die Besucher auf den Anlass der Festlichkeiten ein.

Einen festlichen Anstrich verliehen die vereinigten Posaunenchöre Dahlerbrück und CVJM Schalksmühle dem Familiengottesdienst. Unter Leitung von Roland Schaufert setzten die Bläser bei Vor- und Nachspiel sowie bei der Begleitung der Gemeindelieder Akzente. Zarte Klangfarben kamen bei „Mit allem, was ich bin“ mit Ina Wohlrath (Klavier) und Anja Eilbrecht (Gitarre) zur Geltung.

Aus erster Hand erfuhren die Gottesdienstbesucher durch ein Interview, das Pfarrer Torsten Beckmann mit Zeitzeuge Hans Lau führte, Wissenswertes über die Gründe für den Kirchenbau vor 50 Jahren, die spätere Errichtung des Glockenturms, die Entstehung der ersten Kreise und vieles mehr. Bis in die Nachkriegszeit, als durch den Zuzug von Flüchtlingen die Erschließung neuer Wohngebiete begann, reichten Laus Ausführungen zurück.

Zu Zeiten der Errichtung der Kreuzkirche hätten 5773 Mitglieder der Gesamtgemeinde angehört. „Deshalb sah das Presbyterium es als eine Verpflichtung an, hier eine Kirche mit Küsterwohnung, Pfarrhaus und Kindergarten auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück, das wir für insgesamt 15 000 D-Mark von der Gemeinde Schalksmühle erwerben konnten, zu errichten“, erläuterte er. „Hätten wir zu dem damaligen Zeitpunkt das nicht in die Wege geleitet, so hätten wir unseren Auftrag als Christen und auch als Kirchengemeinde verfehlt.“

50 Jahre Kreuzkirche

Wegen der Finanzierung und einer möglichen Schwächung der Erlöserkirche habe es jedoch auch kritische Stimmen gegeben. Der Vorschlag für die Errichtung eines Glockenträgers („Diese Kirche war die einzige im gesamten Kirchenkreis ohne Glockengeläut“) sei von Pfarrer Wilfried König – beim Fest anwesend – gekommen. Auch über die Zukunft der Gemeinde, Chancen und Probleme wie die gesunkene Gemeindegliederzahl durch den drastischen Geburtenrückgang, Austritte und Wegzüge machte sich der frühere Presbyter sichtlich bewegt Gedanken.

Charmanten Puppen legten Verena Beckmann und Tochter Leonie ein heiteres Zwiegespräch über 50 Jahre Kreuzkirche in den Mund. Zufrieden stimmten beide am Ende des Dialogs ein „Happy Birthday/Wie schön, dass du geboren bist“ an. Lesung und Predigt teilten sich die Pfarrer Torsten Beckmann und Dirk Pollmann auf.

Zum Sommerfest, das sich an den Gottesdienst anschloss, steuerten zahlreiche Gemeindeglieder Salate bei. Bei sommerlichen Temperaturen ließen sich die Schalksmühler außerdem Gegrilltes schmecken. Zum Zeitvertreib der Kinder hatte die Gemeinde überdies das Feuerrote Spielmobil mit seinen unterschiedlichen Fahrgeräten und Geschicklichkeitsspielen eingeladen. Eine Hüpfburg zum Herumtollen und Seifenblasen sorgten für leuchtende Kinderaugen.

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