„Investition in die Zukunft der Gemeinde“

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Die Mitglieder der Lenkungsgruppe Um- und Neubau Primus zeigen die aktuellen Baupläne: FDP-Vorsitzender Jan Schriever, UWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius, Bürgermeister Jörg Schönenberg und CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Schwalm.

SCHALKSMÜHLE - Die Gemeinde nähert sich mit großen Schritten der Umsetzung des Projektes Primus-Schule. Am Mittwochabend einigten sich die Mitglieder des Ausschusses Kinder, Jugend und Schule einstimmig auf einen neuen Grundsatzbeschluss für die Primus-Schule. Zudem stimmte der Ausschuss den Umbau- und Erweiterungsplänen zu.

Der ursprüngliche Grundsatzbeschluss musste revidiert werden, da das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW die Primus-Schule nicht, wie von der Gemeinde ursprünglich geplant, an beiden Grundschulstandorten genehmigt hatte.

Das Ministerium entschied, dass die Grundschule Spormecke normal weiter bestehen soll. Daher plante die Gemeinde auch das pädagogische Konzept der Primus-Schule um, die nun nach den Sommerferien nur am Standort Löh entstehen wird.

Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und bei der Gemeinde zuständig für Primus, brachte die Ausschussmitglieder außerdem auf den neuesten Stand der Planungen. Man sei seit Oktober sehr fleißig gewesen und habe vor allem mit dem Architekturbüro „FuN“ und dem Schulentwickler Achim Körbitz eng zusammengearbeitet. Derzeit laufe das Anmeldeverfahren für die Jahrgangsstufe 5 und bisher seien die Zahlen sehr zufriedenstellend.

Sobald das Anmeldeverfahren erfolgreich abgeschlossen sei, werde die Primus-Schule offiziell errichtet. Dann werde auch die Schulleiterstelle von der Bezirksregierung Arnsberg ausgeschrieben.

Wolf berichtete außerdem, dass sich die Schulkonferenz der Grundschule Löh für eine Kooperation mit der Primus-Schule entschieden habe. Im Mittelpunkt stehe dabei vor allem eine Jahrgangsmischung der Stufen 4 und 5. Inwieweit das Konzept der Grundschule Spormecke an Primus angelehnt werde, stehe derzeit noch nicht fest. Eine Umfrage unter den Eltern sei erfolgt und es fänden weiterhin Gespräche statt.

Doch auch wenn Spormecke nicht am Primus-Projekt teilnehme, werde die Grundschule nicht vergessen. Das betonte auch Bürgermeister Jörg Schönenberg: „Wenn dort oben Umbauten notwendig sind, zum Beispiel im Sanitärbereich, werden wir das möglich machen.“

André Krause (CDU) fragte, inwieweit Kinder, die die Grundschule Spormecke besuchen, bildungstechnische Nachteile haben könnten, wenn sie nach Klasse 4 zur Primus-Schule wechseln. „Wir wollen die Differenzen nicht allzu groß werden lassen und bleiben daher auch im Gespräch mit der Grundschule“, sagte Schulentwickler Körbitz. Letztlich sei das Ganztagssystem aber ein ganz anderes als das Halbtagskonzept der Grundschule. Anja Wolf ergänzte, dass die Möglichkeit aber bestehen bleibe, Kinder künftig auch erst ab Klasse 5 an der Primus-Schule anzumelden.

Doch bevor die Primus-Schule an den Start geht, stehen noch Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an, die Architekt Christoph Feld im Rahmen der Sitzung vorstellte. Zum Start der Schule wird zunächst das Gebäude der Grundschule Löh umgebaut und der Turm, der später Kunsträume beherbergen und charakteristisch für die Schule sein wird, errichtet. Diese Bauarbeiten werden rund ein Jahr in Anspruch nehmen.

Um Schüler und Lehrer nicht unnötig zu belasten, sollen die Klassenräume während dieser Zeit in die Gebäude der Verbundschule verlegt werden. „So bekommen wir auch die Baustellensicherung so hin, dass während des Schulbetriebes alles sicher ist“, erklärte Feld.

Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 2,15 Millionen Euro. Bürgermeister Schönenberg sagte, dass dies Investitionen in die Zukunft der Gemeinde seien: „Primus hat Vorfahrt.“ Die Beantragung der Baugenehmigung soll kurzfristig eingereicht werden, so dass die Ausschreibung der Baumaßnahmen möglichst bis Mitte April erfolgen kann. Der Um- und Neubau soll in den Sommerferien beginnen.

Von Alisa Kannapin

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