Gelebter Klimaschutz - Gemeinde kauft Fotovoltaik-Anlage

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Gehört seit Jahresbeginn der Gemeinde: die Fotovoltaik-Anlage auf dem Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Spormecke.

Schalksmühle  - Mit Stichtag 1. Januar 2020 ist die Gemeinde Besitzerin der Fotovoltaik-Anlage auf dem Anbau des Feuerwehrgerätehauses Spor-mecke. Dabei spielt ihr das Bestreben des ursprünglichen Betreibers in die Karten.

Vor gut einem Jahr trat die Lüdenscheider Sonnenkraftwerk GbR an die Verwaltung heran und bot ihr die Solarzellen an. „Die Initiative ging von ihr aus, da man sich aus Altersgründen der Verantwortlichen von allen Anlagen trennen möchte“, erklärt Oliver Emmerichs, Leiter der Bauverwaltung. Rund 10 400 Euro investiert Schalksmühle in die 15 Jahre alte Technik, die mit 70 bis 80 Quadratmetern in etwa einer Anlage auf einem Einfamilienhaus entspricht. Die Verantwortlichen rechnen bei den 52 Modulen mit einer Leistung von 8,7 kWp (Kilowatt Peak), also die maximale Leistung pro Stunde. 

Fünf Jahre Förderung

Fünf Jahre läuft die Anlage noch mit einem geförderten Einspeise-Preis. Die Gemeinde gibt derzeit noch den erzeugten Strom komplett ins Netz ab, was eine Grundvoraussetzung der Förderung ist. Nach der Frist könnte man die Konditionen neu verhandeln. Dies ist aber laut Oliver Emmerichs sinnlos, da man ohne erneuten Zuschuss keinen vernünftigen Preis erzielen könne. 

Die Anlage soll genug Leistung erbringen, um in Zukunft Grundschule und Feuerwehr mit Strom zu versorgen.

Der Gemeinde bleibt allerdings die Alternative, mit einer kleinen technischen Umstellung den Strom im Feuerwehrgerätehaus und in der Grundschule zu nutzen. Damit könnte man den Eigenverbrauch decken und den Überschuss – allerdings zu schlechteren Bedingungen als jetzt – verkaufen. „Dadurch würden wir den Verbrauch senken, was auch ein Ziel ist, das wir im künftigen Klimaschutzkonzept der Gemeinde festhalten wollen.“ Man prüfe auch an allen anderen kommunalen Gebäuden die Einsparpotenziale. 

Neu ist dieses Handeln nicht, man hat nur eine vorhandene Möglichkeit aufgegriffen. Schließlich hat man das Dach der Sporthalle Löh für eine Fotovoltaik-Anlage an Nova-Strom, eine Enervie-Tochter, vermietet. Mit dem Kauf der Anlage an der Spormecke möchte die Gemeinde, so der Bauamtsleiter, mit gutem Beispiel vorangehen. Es hätte ja keinen Sinn gemacht, eine funktionierende Anlage demontieren zu lassen. „Wir hätten sie auch übernommen, wenn wir schlechter aus der Sache herausgekommen wären.“

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