Schlechte Note für Gemeinde-Homepage

Bei einer landesweiten Untersuchung der kommunalen Internetseiten landete Schalksmühle nur auf Platz 390.

Schalksmühle - Eines der Schlusslichter ist die Webseite der Gemeinde Schalksmühle bei einer landesweiten Untersuchung der Grünen-Landtagsfraktion aller kommunalen Internetseiten. Bürgermeister Jörg Schönenberg sieht Verbesserungsbedarf – und kündigt eine neue Homepage an.

Gemeinsam mit E-Government-Experten hatte die Fraktion alle Internetseiten der 396 Kommunen in NRW bewertet, Schalksmühle erreichte nur Platz 390. Schwerpunkt der Untersuchung war die Frage, „wie die Stadt- und Gemeindeverwaltungen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um ihre Service-Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern“, heißt es auf der Webseite der Grünen-Landtagsfraktion.

"Die Homepage ist veraltet"

Bürgermeister Schönenberg räumt ein, „dass die Homepage veraltet ist“. So sei es etwa nicht mehr zeitgemäß, Formulare herunterzuladen, um sie dann unterschrieben und eingescannt per E-Mail zurückzuschicken – so wie es etwa bei der Ferienspaß-Anmeldung praktiziert wird.

Ein wesentlicher Punkt ist deshalb auch das E-Government, also die Möglichkeit, Verwaltungsvorgänge zu Hause am Computer zu erledigen. Schon jetzt ist es zum Beispiel möglich, einen Termin für die Sperrmüllabholung online zu reservieren. Wenn es nach Schönenberg geht, sollen künftig auch andere Anliegen wie Gewerbeanmeldungen über die Internetseite der Gemeinde möglich werden.

Beschwerden bald online möglich?

Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Bürgermeister aber auch über das E-Government hinaus: „Eine kommunale Internetseite muss modern sein.“ Dazu gehöre beispielsweise auch ein zeitgemäßes Beschwerdemanagement, das den Bürgern die Möglichkeit gibt, ihre Verbesserungsvorschläge unkompliziert einzureichen.

Eine Arbeitsgruppe im Rathaus beschäftige sich schon seit einiger Zeit mit der Weiterentwicklung der Homepage. Dazu gehöre auch, die Mitarbeiter auf der Führungsebene für das Thema zu sensibilisieren, so Schönenberg.

Schönenberg vom Ranking nicht überrascht

Für ihn ist es auch keine Überraschung, dass die vorderen Plätzen vor allem von kreisfreie Städten belegt werden: Viele der dort angebotenen Dienstleistungen übernehme im Fall Schalksmühles der Kreis. Das Angebot sei hier also zwangsläufig eingeschränkt.

Das Ergebnis der Arbeitsgruppe sollen die Bürger nach den Sommerferien begutachten können. Dann nämlich soll das verbesserte Internetangebot der Gemeinde online gehen. „Ich hoffe, dass es viel besser wird“, sagt Bürgermeister Schönenberg.

Zur Homepage der Gemeinde Schalksmühle.

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