Schon zu Lebzeiten wichtige Entscheidungen treffen

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Auf dem Bild von links Jörn Genster (Friedhofsgärtner), Susanne Schmermbeck (Friedhofsausschuss) und Heike Lohmann (Gemeindebüro).

Heedfeld - Wenn ein Mensch stirbt, kommen auf die Angehörigen, die sich in tiefer Trauer befinden, eine Menge Entscheidungen zu.

Unter anderem steht die Entscheidung an, welche Form der Beerdigung für den Verstorbenen, welche Art Grabstätte gewählt wird und wer die Grabpflege übernimmt.

Auf diese Fragen gab am Dienstag eine Info-Veranstaltung im Gemeindezentrum Heedfeld Antworten. Auskunft zum Thema gaben Friedhofsgärtner Jörn Genster, Susanne Schmermbeck vom Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde sowie Heike Lohmann vom Gemeindebüro. Wenn ein Mensch im Sterben liegt, gilt es zunächst zu ermitteln, ob der Sterbende einen Pastor an seiner Seite wünscht. Nach dem Ableben müssen Bestatter und Pastor informiert und mit ihnen über alle Formalitäten gesprochen werden.

Nachdem Heike Lohmann und Susanne Schmermbeck über die Friedhöfe in Heedfeld und Hülscheid informiert hatten, stellte Jörn Genster die unterschiedlichen Grabformen vor, die auf den Friedhöfen angeboten werden. Dabei geht es immer auch um die Frage, ob es Menschen gibt, die die Grabpflege selbst übernehmen oder ob sie von einem Gärtnereifachbetrieb übernommen werden soll. „Darüber hinaus sollte bereits zu Lebzeiten geklärt werden, ob eine Sarg- oder Urnenbestattung gewünscht ist“, so Genster.

Wer sich für eine Urnenbestattung entscheidet, hat zum Beispiel die Möglichkeit, eine Wahlgrabstätte für bis zu zwei Urnen zu wählen. „Hier ist eine persönliche Grabgestaltung durch die Hinterbliebenen oder durch einen Friedhofsgärtner möglich“, so Genster. 

Wahlgemeinschaftsgrabstätten, auf denen innerhalb einer kreisförmigen Fläche immer je zwei Urnen für Ehepaare oder Geschwister (insgesamt maximal acht Urnen) beerdigt werden können, werden automatisch durch einen Friedhofsgärtner gepflegt. Auf einem Einzelwahlgrab können entweder vier Urnen oder ein Sarg als Erstbelegung und zwei Urnen bestattet werden.

Eine weitere angebotene Beisetzungsform stellen Reihen-Gemeinschaftsgrabstätten (Rasen) dar. „Die Belegung erfolgt hier nur mit einer Urne, es können keine Ehepaare oder Verwandte nebeneinander beerdigt werden“, betonte Jörn Genster. Abschließend informierte Jörn Genster noch über die Möglichkeit, einen Dauergrabpflegevertrag abzuschließen.

Weitere Infos: Friedhofsgärtner Jörn Genster (Tel.: 0 23 51 / 95 28 86 oder Mobil 01 70 / 5 41 39 00), Heike Lohmann (Gemeindebüro, Tel.: 0 23 51 / 5 08 48), Thomas Korte (Küster, Mobil 01 76 / 83 70 54 10) und Pfarrerin Doris Korte (0 23 51 / 5 10 71).

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