Coronavirus

Infektsprechstunde im MK: Diese Ärzte öffnen am Samstag ihre Praxis 

Die Praxis Lüsebrink und Kopycki in Schalksmühle bietet am Samstag eine Infektsprechstunde an.
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Die Praxis Lüsebrink und Kopycki in Schalksmühle bietet am Samstag eine Infektsprechstunde an.

Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen? In Schalksmühle kann man jetzt auch Samstags zum Arzt - zu einer neu eingerichteten Sprechstunde.

Schalksmühle - Gerade in den Herbst- und Wintermonaten wird es in den Wartezimmern der niedergelassenen heimischen Ärzte wieder voll. Deshalb wird es, so teilt es die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit, neben den normalen Sprechzeiten unter der Woche für Patienten mit Symptomen wie Infektionen der oberen Atemwege, Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen in ausgewählten Arztpraxen an Samstagen zusätzliche Infekt-Sprechstunden geben – auch in Schalksmühle.

In der Zeit von 9 bis 13 Uhr können sich dann Betroffene – nach telefonischer Anmeldung – in die Arztpraxen begeben. Am morgigen Samstag wird dies in der Gemeinschaftspraxis Dres. med. Lüsebrink und Kopycki, Volmestraße 65, möglich sein. Sie ist eine von insgesamt drei in Südwestfalen, die ihre Türen morgen öffnen. Die Anmeldung kann unter Tel. 0 23 55/90 32 32 erfolgen.

Für alle mit Erkältungssymptomen

Trotz der hohen Anzahl an Corona-Neuinfektionen blicken die Verantwortlichen dort dem Samstag ohne Bauchschmerzen entgegen. „Man kann nichts anderes machen, als entspannt daran zu gehen“, sagt der Allgemeinmediziner Peter Kopycki. Nach einem Anruf in der Halveraner Hausarztpraxis Rohlfing/Fingerhut, die am vergangenen Samstag die Infektsprechstunde hatte, weiß Peter Kopycki, dass dort das Patientenaufkommen „sehr übersichtlich“ war. Der Arzt rechnet nicht damit, dass man von Patienten aus Schalksmühle und darüber hinaus überrannt wird. Aber man müsse seine eigenen Erfahrungen machen.

Die Sprechstunde ist zwar für alle Menschen mit Erkältungssymptomen gedacht. Doch der Coronavirus wird auch am Samstag eine große Rolle spielen. „Man sieht die zweite Welle deutlich. Während es vorher eher wenige waren, haben wir in den vergangenen zwei bis drei Wochen deutlich mehr Infizierte in der Praxis gehabt“, so Peter Kopycki. So muss man davon ausgehen, dass unter den am Samstag eintreffende Personen vermehrt auch Covid-19-Patienten sein werden. Doch besonders vorbereitet habe man die Praxis an der Volmestraße dafür nicht, sagt der Mediziner.

Abstriche vor der Tür

Generell habe man bereits im Vorfeld Infekt-Erkrankte von den anderen Patienten getrennt und Abstriche grundsätzlich vor der Tür durchgeführt. Als Wartezimmer nutzen die Ärzte ein Carport. Auch in der Praxis habe man Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. Es herrscht Maskenpflicht für Mitarbeiter und Patienten. Zudem achte man auf eine gründliche Durchlüftung der Räume, erklärt Peter Kopycki. Auch persönliche Schutzkleidung wie etwa Visiere seien in ausreichender Zahl vorhanden. Außerdem ist der Empfangsbereich mit Acrylglas-Scheiben abgetrennt und Menschen mit Erkältungssymptomen müssen sich per Telefon vor der Tür anmelden.

Der Service der niedergelassenen Ärzte wird nach Bedarf und lokalem Infektionsgeschehen angepasst, heißt es vonseiten der KVWL. Nicht überall und an jedem Samstag bieten Praxen die Infekt-Sprechstunden an. Wann welche und wie viele Praxen geöffnet sind, können Sie hier abrufen oder auch telefonisch über den Patientenservice unter der Telefonnummer 11 61 17 erfragen.

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