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Impfbus-Aktion in Schalksmühle: Schüler beteiligen sich

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Von: Monika Salzmann

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101 Menschen ließen sich im Impfbus in Schalksmühle impfen.
101 Menschen ließen sich im Impfbus in Schalksmühle impfen. © Jakob Salzmann

Bei bedecktem Himmel und Temperaturen um null Grad machte der Impfbus des Märkischen Kreises am Dienstag in Schalksmühle Halt. Für drei Stunden hatten Impfwillige ab 16 Jahren Gelegenheit, sich ihre Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung abzuholen.

Schalksmühle – Zentral am Rathausplatz an der Bahnhofstraße machte das mobile Impfteam des Kreises mit zwei Ärzten und medizinischem Fachpersonal Station, um den Schalksmühlern ein unkompliziertes Impfangebot ohne Termin und Anmeldung zu machen. 101 Impfwillige nutzten das Angebot.

„Wir wollen Weihnachten gern die Kinder sehen“, meinte Thomas Schulze-Ardey, der sich wegen seiner Boosterimpfung in die Schlange der Wartenden einreihte. „Das ist Baden-Württemberg, wo 2G-plus gilt. Da sind die Regeln noch strenger als hier. Deshalb stelle ich mich hier an, weil ich die Kleinen nicht nur digital sehen möchte.“ Die Möglichkeit, sich die Impfung im Impfbus abzuholen, fand er „super“. „Meine Frau war im Rosengarten, die musste zwei Stunden warten. Für mich ist das hier ein Geschenk.“

Impfangebot kommt „zu spät“

Wegen der Boosterimpfung seiner Mutter, die im Rollstuhl saß, war Helmut Haake vor Ort. „Gut“ fand auch er das Impfangebot. „Das ist gut, nur zu wenig und zu spät. Es ist so wie der Siebenschläfer: Wenn die Sonne nicht kommt, tut sich nichts.“

Mehrheitlich zum Boostern, aber auch zur Erstimpfung stellten sich die Schalksmühler an. „Ich habe gezögert, weil ich das nach wie vor nicht schön finde“, meinte beispielsweise eine junge Schalksmühlerin, die sich zur Erstimpfung durchgerungen hatte. Dass sie sich trotz Vorbehalten jetzt impfen ließ, „hat mit dem Druck von außen zu tun“, wie sie erläuterte. „Und falls meine Mutter ins Krankenhaus kommt, möchte ich sie gerne besuchen.“ Mit Freiwilligkeit habe das nicht mehr zu tun.

Andere kamen im Gespräch auf Sendungen wie die Long-Covid-Dokumentation von Eckart von Hirschhausen zu sprechen, die am Montagabend im Fernsehen zu sehen war und mögliche Folgeerkrankungen der Pandemie anhand erschütternder Einzelschicksale beleuchtete. Das sei sehr bewegend gewesen.

Mehrheitlich zum Boostern

Bereits zum fünften Mal machte der Impfbus in Schalksmühle Halt. Nach zweimal rund 100, einmal 75 und zuletzt 248 Impfwilligen ließen sich diesmal 101 Schalksmühler die Impfstoffe von Moderna (nur über 30 Jahre), Biontech (nur unter 30 Jahre) und Johnson & Johnson (Einmalimpfung) verabreichen. 22 Erstimpfungen, 13 Zweit- und 66 Auffrischungsimpfungen wurden verabreicht. 21-mal kam Biontech, 70-mal Moderna undzehnmal Johnson & Johnson zum Einsatz.

Impfbus Schalksmühle
Während der Impfaktion versorgten Abschlussschüler der Primusschule die Wartenden mit frischen Waffeln und warmen Getränken. © Jakob Salzmann

Während der Impfaktion versorgten Abschlussklässler der Primusschule die Wartenden gegen einen kleinen Obolus mit frischen Waffeln und warmen Getränken. Ein Dank ging an das Eiscafé Valentina, das den Schülern seinen Unterstand für die Aktion zur Verfügung stellte. Das eingesammelte Geld ist für die Abschlussfeier bestimmt.

Wie Silvia Gonzalez Algaba, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Soziales, mitteilte, macht der Impfbus in diesem Monat noch einmal am 17. Dezember von 13 bis 16 Uhr in Schalksmühle Halt. Zufrieden zeigte sie sich mit der Resonanz: „100 Leute sind viel für so ein kleines Örtchen.“

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