Immobilienmarkt: Praktisch keine freien Grundstücke in Schalksmühle

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Freie Grundstücke in Baugebieten, hier ein Neubau im Gebiet „Im Schlah“, gibt es derzeit in Schalksmühle praktisch nicht mehr.

Schalksmühle - Der Immobilienmarkt im Märkischen Kreis boomt weiter. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 400 Millionen Euro umgesetzt. Ein- und Zweifamilienhäuser sind dabei besonders gefragt, wobei die Preise in allen Baujahresklassen steigen. Das teilte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Märkischen Kreis, zuständig für das Kreisgebiet mit Ausnahme der Städte Iserlohn und Lüdenscheid, die eigene Ausschüsse haben, mit.

Fast 3000 Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke aus dem Jahr 2016 analysierte der Ausschuss und stellte die Ergebnisse in einem umfangreichen Bericht ins Internet.

Aus dem Bericht geht allerdings auch hervor, dass Schalksmühle von dem aktuellen Boom nicht profitiert. Die Zahl der Kauffälle auf dem Grundstücksmarkt ging in der Volmegemeinde im vergangenen Jahr zurück. Waren es 2015 noch 112 Kauffälle, so sank diese Zahl im folgenden Jahr auf 88. Parallel sank auch der Flächenumsatz von 24,6 Hektar auf 8,9. Der Geldumsatz sank durch die steigenden Preise nicht ganz so stark, aber dennoch von 16,7 auf 13,4 Millionen Euro. Laut Informationen des Landesbetriebs Information und Technik, Nordrhein-Westfalen (www.it.nrw.de) wurden nach dem Stand am 31. Dezember 2015 in Schalksmühle 8,4 Kauffälle je 1000 Einwohner getätigt. Damit liegt die Volmegemeinde unter dem Kreismittel von 9 Kauffällen je 1000 Einwohner.

Neues Gebiet in Stallhaus geplant

Die Nachfrage nach Bauland stagniert laut dem Gutachterausschuss auf niedrigem Niveau. Im gesamten Märkischen Kreis wurden 120 unbebaute Grundstücke verkauft. In Schalksmühle gibt es derzeit praktisch keine freien Grundstücke in Baugebieten mehr. Deshalb ist die Gemeinde bemüht, ein neues Gebiet in Stallhaus auszuweisen (wir berichteten mehrfach).

Die Bodenpreise seien wie in den vergangenen Jahren auch 2016 als überwiegend stabil anzusehen, Änderungen an den Bodenrichtwerten seien nur punktuell vorgenommen worden. Für Schalksmühle gilt das allerdings nicht. Hier bleiben die Bodenrichtwerte für Bauflächen seit Jahren unverändert bei 105 bis 125 Euro pro Quadratmeter.

Auch die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhäuser haben sich in den vergangenen Jahren nicht geändert. Je nach Lage variieren sie zwischen 120, 105 und 85 Euro für den Quadratmeter. Der Geschosswohnungsbau kostet Schalksmühler seit Jahren pro Quadratmeter 85 Euro in mittleren und 80 Euro in mäßigen Lagen. Der Bodenrichtwert für Gewerbebauland in mittleren Lagen liegt bei 32 Euro Pro Quadratmeter.

Richtwerte weiter unverändert

In Geschäftslagen sind ebenfalls seit Jahren unveränderte Bodenrichtwerte festgelegt. In der besten Geschäftslage kostet der Quadratmeter 110 Euro, in einer guten Geschäftslage 105 Euro. Ist die Lage lediglich befriedigend zahlt man 95 Euro. Ist ein Gebiet in den Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen oder der Ortsteilsatzung als Dorfgebiet ausgewiesen, so liegt der Bodenrichtwert hier zwischen 70 und 110 Euro für den Quadratmeter. In Außenbereichen liegt der Bodenrichtwert bei 41 bis 80 Euro.

Weitere Fakten und Zahlen enthält der Grundstücksmarktbericht 2017. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses mit Sitz im Lüdenscheider Kreishaus erteilt Auskünfte zu allen Fragen des Immobilienmarktes, zu historischen Entwicklungen und zu der Erstellung von Verkehrswertgutachten über bebaute und unbebaute Grundstücke unter Tel. 0 23 51 / 9 66 67 53.

Aktuelle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktbericht: www.boris.nrw.de. Allgemeine Informationen zum Gutachterausschuss: www.gars.nrw.de/ga-maerkischer-kreis.

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