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Hauptsaison für Kurzarbeit - mit Auswirkungen

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Von: Martin Meyer

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© dpa

Schalksmühle - Derzeit herrscht laut Auskunft der Agentur für Arbeit die Hauptsaison für Kurzarbeit. Eine Krisensituation angesichts des steigenden Aufkommens, wie etwa in der Gemeinde, sieht man in Iserlohn aber nicht.

Die Anfragen zum Thema Kurzarbeit häufen sich derzeit bei der Arbeitsagentur. Auch in Schalksmühle gibt es Betriebe, vor allem in der Automotivbranche, die diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Laut Pressesprecherin Lena Brühl sei im gesamten Märkischen Kreis ein verstärktes Anfrageaufkommen zu verzeichnen. „Aber nicht im auffälligen Maße“, betont sie im Gespräch mit uns. 

Sie verweist auf die Krisenjahre 2008 und 2009, wo das Aufkommen im fünfstelligen Bereich lag. Derzeit liege man mit einem vierstelligen Wert deutlich darunter. Sie betont, dass sich hinter dem Begriff „Anfrage“ lediglich die mögliche Absicht eines Betriebs zur Einführung von Kurzarbeit verstecke. 

Vier Betrieben mit Kurzarbeit

Das Anzeigenaufkommen liege in Schalksmühle Stand Oktober 2019 bei vier Betrieben mit insgesamt zwölf möglichen betroffenen Personen. Diese Werte seien aber absolut normal für diese Jahreszeit, so die Agentursprecherin. Insgesamt meldeten allein in den Monaten Juni, Juli und August kreisweit 109 Unternehmen für ihre 1749 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Zum Vergleich führt Lena Brühl an, dass für Mai dieses Jahres keine Kurzarbeit in der Gemeinde abgerechnet, einen Monat zuvor aber noch fünf Betriebe mit 13 betroffenen Beschäftigten dieses Instrument zur Betriebssteuerung nutzten.

Seit Beginn des Jahres haben 184 Betriebe mit 3168 Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt. Diese sei ein wichtiger Indikator für mögliche, zukünftige Krisenzeiten. Deshalb habe die Agentur für Arbeit die Zahlen immer im Blick. „Die Anzeigen sind sensible Daten. Auf Bewegungen reagieren wir deshalb immer auch von uns aus.“ Man stehe im regen Austausch mit der Politik.

Die aktuelle Entwicklung bezeichnet Lena Brühl als „aktuell ansteigend, aber normal“. Sie hat Verständnis für eine eventuelle Beunruhigung. „Da wir uns in den vergangenen Jahren auf einem niedrigen Niveau was Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit angeht bewegt haben, wollen viele diesen Zustand gerne beibehalten und haben ein schlechtes Bauchgefühl, wenn es in eine andere Richtung geht. Aber wir sollten realistisch bleiben.“

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