Spaziergänger finden tote Tiere

Trauerspiel in Schalksmühle: Wieder ein gerissenes Reh gefunden

In Schalksmühle wurde am Wochenende ein weiteres gerissenes Reh gefunden.
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In Schalksmühle wurde am Wochenende ein weiteres gerissenes Reh gefunden.

Es hört nicht auf: In Schalksmühle wurde am Wochenende ein weiteres gerissenes Reh gefunden. Diese Reihe der toten Tiere setzt sich fort.

Schalksmühle - In Mesekendahl auf einer Wiese Richtung Sonnenscheid entdeckten Passanten das tote Tier. Wie auf Fotos zu sehen ist, sind die Innereien zum größten Teil entfernt worden. Das Genick des Tiers ist gebrochen. Alles deutet auf einen Hund hin.

Neben der Spaziergängerin, die die nötigen Stellen am Sonntag informiert hat, war auch Karl-Friedrich Trimpop in den Verlauf involviert. Parallel informierte er ebenfalls die Verantwortlichen. Als Inhaber des Wildgeheges Mesekendahl hat er einen etwas anderen Blick für das Geschehen. Seinen Angaben nach hat sich das Reh noch etwa 150 Meter verletzt über die Wiese gekämpft. Eine Blutspur im Schnee verrät das, „Schweißpunkte“ nennt das der Jäger. „Das heißt, dass Reh ist gehetzt worden“, sagt Gerd Senkbeil, bestätigter Jagdaufseher des Reviers. Er vertritt den Revierpächter.

Es war kein Wolf

Bei dem toten Tier handelt es sich um einen Jährlingsbock, der „in einer guten Verfassung“ war. Seiner Erfahrung und Spuren im Schnee nach ist es „mit Sicherheit ein Reh, das vom Hund gerissen wurde“, bestätigt Senkbeil. „Es ist kein Wolf.“ Dass die Eingeweide des Rehs fehlen, könne daran liegen, dass es bereits über Nacht dort lag und zum Beispiel Füchsen als Nahrung diente.

Karl-Friedrich Trimpop hat kein Verständnis für solch einen Vorfall. „Man nimmt Rücksicht“, sagt er. Er selbst ist Hundebesitzer und macht mit seinem Vierbeiner kehrt, wenn er Rehe auf einer Wiese oder am Bach entdeckt. Man muss „vorausschauend gucken“, findet Trimpop.

Einen Verdacht gibt es für verschiedene Vorfälle im Revier in Mesekendahl. Die Verantwortlichen haben einen großen dunklen Hund im Visier. Bestätigt ist dieser Verdacht bisher allerdings nicht. Bei dem Fund eines toten Rehs wird auch das Ordnungsamt der Gemeinde Schalksmühle informiert – auch in diesem Fall.

Fund am Sonntag: Von dem gerissenen Reh ist nicht mehr viel übrig, die Eingeweide fehlen.

Erst Ende Januar wurden gerissene Rehe im Revier Halverscheid, im Grenzgebiet zu Halver, gemeldet. Dort konnte auch ein Hund beziehungsweise ein Hundebesitzer ausgemacht werden.

Im vergangenen Jahr gab es weitere Fälle von toten Rehen. Inzwischen ist die Zahl der toten Tiere in Schalksmühle durch Unfälle mit dem Auto oder durch Hunde um etwa zwei Drittel gestiegen. Die meisten Fälle davon sind durch Hunde.

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