Open-Air-Gottesdienst an der Glör

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Schalksmühle - An lieb gewonnener Tradition hielt der CVJM Schalksmühle am gestrigen Pfingstmontag mit seinem Waldgottesdienst an der Glör fest. Zum 71. Mal feierten die Gläubigen aus Schalksmühle und Umgebung mitten im Wald einen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Einmal mehr pilgerten Hunderte von Gottesdienstbesuchern – viele mit Klappstühlen oder Decken als Sitzgelegenheiten ausgestattet – in die Nähe der Jugendherberge, wo der Gottesdienst auf einer idyllisch gelegenen Lichtung über die Bühne ging. 

Bei Sonne und angenehm milden Temperaturen hieß Robert von Otte die Gottesdienstbesucher zur Traditionsveranstaltung, die für viele zu Pfingsten einfach dazugehört, willkommen. Stellvertretend für Pfarrer Bernd Rudolph, der den Predigtdienst beim Waldgottesdienst vor vielen Jahren von Pfarrer Paul Deitenbeck übernahm, hielt Pfarrer Dirk Pollmann von der evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück die Predigt. 

Unter Leitung von Dirk Schaufert (Posaunenchor Dahlerbrück) spielten die vereinigten Bläserchöre des CVJM und der Kirchengemeinden – unterstützt von spontan dazu kommenden Bläsern – den Gottesdienstbesuchern auf. Bei Gemeindeliedern wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ sowie Vor- und Nachspielen erfreute der große, bunt zusammen gewürfelte Bläserchor mit stimmungsvollem Spiel. „Die Bläser haben in dieser Konstellation vorher noch nie zusammengespielt“, meinte Christoph Wohlrath aus dem Orga-Team. 

Moderne geistliche Lieder steuerte überdies der CVJM Musikkreis unter Leitung von Karsten Zapp bei. Mit Liedern wie „Mit allem was ich bin“ bereitete der Kreis lobend und anbetend auf die Botschaft vor. Federführend bei Michael Knörr lag die Organisation der Traditionsveranstaltung. 

Auf die Bedeutung von Pfingsten ging Pfarrer Dirk Pollmann in seiner Predigt ein. Vielen falle es schwer, Kirche zu definieren, weil diese so bunt und vielfältig sei, führte er aus. Pfingsten erinnere daran, dass die Gläubigen ursprünglich eine Gemeinde mit Menschen unterschiedlichster Herkunft gewesen seien. Bis ins Alte Testament zum Turmbau von Babel verfolgte er die die Vielsprachigkeit der Völker und das Eingreifen Gottes zurück. Vor dem Turmbau hätten die Menschen eine Sprache gesprochen. Nicht die Kunstfertigkeit des Turmbaus, sondern die Tatsache, dass sich die Menschen mit dem Bau des Turms einen Namen machen wollten, habe die Strafe Gottes zur Folge gehabt. „Gott greift in die Geschichte ein – immer wieder.“ Seine Strafen seien jedoch niemals größer als sein Schutz und sein Segen. „Nicht ich zuerst, sondern an andere denken. Dadurch entstehen Verständigung und Gemeinschaft über Grenzen und Nationen hinweg.“ Auf dieser Erde und nirgendwo sonst wolle Kirche gelebt sein. 

Zur zweigeteilten Kollekte für den CVJM Peru und den Freundeskreis CVJM Kreisverband gab Christian Cordt, der von 2008 bis 2013 in Peru tätig war, den Besuchern Hintergrundinformationen an die Hand. Auf das Wetterphänomen El Nino, das in diesem Jahr erneut zu Erdrutschen und Toten in Peru geführt hat, ging er in seiner kurzen Ansprache ein. Schlammmassen hätten sich dabei vor allem über die Ärmsten der Armen ergossen. Der CVJM Peru, für den ein Teil der Kollekte bestimmt war, habe Katastrophenhilfe geleistet.

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