Holz-Export in ferne Länder

+
Das Exportholz wird containerweise verladen und ist dann auf großen Schiffen unterwegs.

Schalksmühle - Einen weiten Weg haben unzählige Baumstämme vor sich, die in den vergangenen Tagen in Schalksmühle, Halver und anderen Kommunen im Kreis verladen wurden. Sogenanntes Kalamitätsholz findet auf dem Weltmarkt derzeit guten Absatz.

Friederike hat den Anfang gemacht, der Borkenkäfer führt ihr Werk fort. Da momentan sehr viel Holz in den heimischen Wäldern geschlagen wird, sind die Lager der ortsansässigen Sägewerke bis unter das Dach gefüllt. Die Forstwirte müssen schauen, wo und wie sie ihre Ware verkauft bekommen. In der Region hat man gezwungenermaßen einen Blick über den Tellerrand gewagt und den Weltmarkt erschlossen.

Vor allem Hölzer, die durch Insekten oder Witterung beschädigt wurden, werden nun verschifft. Gestern verlud eine Firma am Wanderparkplatz In der Hälver rund 300 Festmeter in Container. „Das ist gutes Säge- und Bauholz. Wenn wir es noch länger liegen lassen, dann wird es schlecht“, erklärt Schalksmühles Revierförster Hubertus Bierkoch. Die Forstwirte stünden unter Zeitdruck. Die geschlagenen Stämme seien ein idealer Brutraum für den Borkenkäfer. 

Der zügige Export sei deshalb für den Folgebestand von Vorteil. Gerade weil ab April/Mai die nächste Holzernte anstehe. In den meisten Fällen exportieren die heimischen Waldbesitzer ihre Hölzer innerhalb der Europäischen Union. Doch das Käferproblem betrifft auch andere Länder, wie Nord-Italien, Polen und Österreich. „Kyrill war ein lokales Problem. Jetzt ist der Markt aber stark belastet“, sagt der Förster. 

Aus dem Kreis in die Welt 

Die Stämme, die unter anderem auch in Halver-Schwenke, Lüdenscheid, Herscheid und Oberbrügge-Ehringhausen gefällt wurden, gehen in den Containern nach Antwerpen und werden dort auf große Ozeanriesen verladen. 

„Nach Weihnachten sind die Schiffe nicht ausgelastet. Durch das Holz erhalten sie eine gute Beladung.“ Pro Container werden rund 28 Festmeter, also rund 22 Tonnen in die Welt transportiert. Mit Spezial-Gerät im Hang Das Verladen kann nur an Lkw-fähigen Stellen geschehen. Deshalb müssen die Stämme mit speziellem Gerät aus den Hängen auf ebene Flächen gezogen werden. 30 bis 45 Minuten dauert es, bis die Fachleute einen Container beladen haben. Das bislang alles gut gegangen ist, das freut auch Dieter Coordt, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft. „Der Ablauf war reibungslos. Das ist für uns sehr wichtig.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare