Hörgenuss aus den Staaten in Heedfeld

+
Im Wechsel musizierten die Gäste aus den USA (vorn) und „Die Volmetaler“ in der Heedfelder Kirche. Ein Stück hatten die Musiker noch am Nachmittag als gemeinsame Zugabe eingeübt. Das Publikum war begeistert.

SCHALKSMÜHLE - Ein Konzert mit Unterhaltungscharakter und witzigen Einlagen erlebte das Publikum am Dienstagabend in der Kirche Heedfeld. Das „Alchemy“ Tuba Euphonium Quartett spielte gemeinsam mit den „Volmetalern“ in der vollbesetzten Kirche auf.

Moderiert und dirigiert wurde das Konzert von Graham Child, dem in Schalksmühle bestens bekannten Dirigenten. Mit einem pompösen Einzugsmarsch eröffneten „Die Volmetaler“ den Abend, gaben dann den Mittelraum am Altar frei für die Gäste aus den USA.

Die „Alchemy“-Mitglieder vereinen vier tiefe bis abgrundtiefe Instrumente: Gary Buttery spielt die Bass-Tuba, Joanna Hernsey die Tuba und Danny Vinson und James Jackson das Euphonium (ein höherer Tuba-Verwandter).

Die Amerikaner spielten neben klassischen Stücken von Telemann und Bach erstmalig die „Balkanika (2010)“ von Alexander Potiyenko, einem Kollegen aus Oldenburg. Seine Kompositionen gelten als lyrisch, schwungvoll, herausfordernd und bieten einen besonderen Hörgenuss. Neu war auch ein Arrangement Butterys von Jay Unger.

Die amerikanischen Professoren interpretierten die Stücke sehr farbig, mit sprühender Spielfreude, die einfach mitriss. Joanna Hernsey moderierte die Lieder jeweils in gebrochenem Deutsch an. So beispielsweise auch Lady Almuc’s Scottish Dances von Anne Hunter, die das Stück für ein Quartett arrangierte.

Die ruhigere Spielweise beeindruckte mit nuancierten Klängen aus den riesigen Blechblasinstrumenten. Die Schwingungen aus den großen Trichtern waren in den Bänken zu spüren.

Die Begeisterung, den amerikanischen Profis beim Musizieren zuzuschauen, war nicht nur dem Publikum anzusehen. Die Amateure aus dem Volmetal verfolgten fasziniert jedes Stück, bezeugten ihr Gefallen gemeinsam mit den Gästen mit anhaltendem Applaus.

Aber auch „Die Volmetaler“ gaben ihr Bestes. Mit schwungvoller Filmmusik, etwa aus „Fluch der Karibik“, oder Bette Midlers „The wind beneath my wings“ sorgten sie für Rhythmus und Hörgenuss.

Die erste Zugabe spielten alle Musiker gemeinsam und die Zusammenarbeit war erst am Nachmittag entstanden. Ein Solo für Posaunen war umgestellt worden auf ein Solo für Tuben, wie Graham Child verriet. Diese internationale Zusammenarbeit machte sowohl den Musikern, als auch dem Publikum große Freude.

Doch erst nach zwei weiteren Darbietungen ihres vielseitigen Könnens entließ das Publikum „Alchemy“ in einen verdienten Feierabend mit den Gastgebern aus Schalksmühle. Frank Obersheimer von den „Volmetalern“ und Graham Child hatten die Amerikaner für das Konzert in Heedfeld gewinnen können.

Von Rita Jonuleit

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare