"HöchsteZeit": der etwas andere Gottesdienst

+
Jörg Bohmeyer und Ina Mohr führten als Moderatorenduo durch den Abend in der Heedfelder Kirche und bezogen dabei die Gottesdienstbesucher immer wieder in ihre Fragen und Überlegungen ein.

Schalksmühle - In besonderer abendlicher Atmosphäre, bei Kerzenschein und stimmungsvoller Beleuchtung, feierte die evangelische Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld am Sonntag ihren „HöchsteZeit“-Gottesdienst. Gut besucht war der etwas andere Gottesdienst mit viel Musik, Lobpreis, Anbetung und Predigt in ungewöhnlicher Form.

„Du – Was ist dir wichtig?“ lautete die Frage, die im Mittelpunkt gemeinsamer Überlegungen stand. Erstmals konnte das „HöchsteZeit“-Team, das den Gottesdienst vorbereitet hatte, dabei alle Vorzüge der neuen Licht- und Tonanlage sowie des neuen Beamers nutzen.

Mit stimmungsvollen Liedbeiträgen bereitete das Gesangsteam – bestehend aus Christian vom Hofe (Keyboard und Gesang), Julian Krause (Schlagzeug), Kathrin Seggedi (Gesang) und Sabine Hohage (Gitarre) – den Boden für die Botschaft des Abends. Lieder wie „Lobe den Herrn“ oder „Heilig das Lamm Gottes“ lenkten den Blick auf das Göttliche.

„Heilig – ein antiquierter Begriff?“

„Heilig – ein antiquierter Begriff?“, fragten Ina Mohr und Jörg Bohmeyer, die beiden Moderatoren des Abends, bei ihrer Einführung ins Thema. „Im Alltag kommt er nur noch in Redewendungen vor, wie: ,Das ist mir heilig!’ Damit meinen wir etwas, was uns unersetzlich wichtig ist.“ Aus diesem Grund habe das Team die Eingangsfrage, was wichtig und heilig ist, so und nicht anders formuliert.

Die Kirchenbänke in Heedfeld waren am Sonntagabend zum nächsten „HöchsteZeit“-Gottesdienst fast komplett gefüllt.

Auf Allerheiligen, Aussagen Gottes im Alten Testament („Seid heilig, denn ich euer Gott bin heilig!“) und das iranische Sprichwort „Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft“ gingen Mohr und Bohmeyer ebenfalls ein. Damit sei gemeint, dass auch Heilige ein Leben mit Fehlern, Ecken und Kanten gehabt hätten.

„Freddie Mercury“ höchstpersönlich schickte das Team in Schalksmühle auf Stimmenfang. Per „Live-Außenschaltung“ erfuhren die Zuhörer dabei humorvoll überspitzt, was den Menschen in der Gemeinde wichtig ist. Einen Workaholic, dem nichts über funktionierendes Zeitmanagement ging, eine Übermutter und eine Tagträumerin holte „Freddie“ vor die Kamera.

Predigt in Poetry-Slam-Form

Das Heilige, das Schräge und Unvollständige beleuchtete überdies Pfarrer Bernd Weißbach in einem Text. Sein Fazit: „Das Heilige findet man auch im Schrägen und Unvollständigen.“ Eindrucksvoll geriet die Predigt in Form eines Poetry Slams. Fragen über Fragen brachten ins Grübeln. Was ist dir heilig? Wofür bist du bereit zu kämpfen? Welcher Verlust würde dir unfassbare Schmerzen bereiten? Was trägst du, was definiert dich? Alles Fragen, die im Raum standen und nach einer Antwort verlangten.

Mit einem Abendmahl in Form einer Wandelkommunion fand der Gottesdienst einen feierlichen Abschluss.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare