Gefahr durch Flüssiggastank

Hochexplosiver Einsatz für die Feuerwehr

Mehr als 60 Mann der Feuerwehr waren gestern in Linscheid im Einsatz – ein Carport brannte aus noch nicht geklärter Ursache. Bei dem Einsatz bestand eine besondere Gefahr, da rund fünf Meter entfernt ein Flüssiggastank stand. ▪ Clever

SCHALKSMÜHLE ▪ Großeinsatz der Feuerwehr in Linscheid: Um 14.30 Uhr rückten am Montag mehr als 60 Mann aus, um einen Carport-Brand zu löschen. Laut Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt bestand die Gefahr, dass die Flammen auf das Wohnhaus und einen angrenzenden Flüssiggastank überschlagen.

Dunkle Rauchwolken steigen über Linscheid auf. Es riecht nach verbranntem Plastik. Feuerwehrmänner rennen über die Straße und verlegen Rohre. Atemschutztrupps bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Mit Wasser löschen die Einsatzkräfte die Flammen und kühlen im Carport gelagerte Propangasflaschen. Denn: Es besteht die Gefahr einer Explosion. Doch noch viel mehr Sorge bereitet dem Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt ein Flüssiggastank, der nur rund fünf Meter von den lodernden Flammen entfernt steht. Eine Leitung des Tanks ist bereits in Mitleidenschaft gezogen und daher abgestellt. „Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Flammen auf das Wohnhaus überspringen.“ Nach wenigen Minuten haben die Männer der Löschgruppen Dahlerbrück, Schalksmühle und Hülscheid die Flammen unter Kontrolle.

„Es hat einen lauten Knall gegeben. Dann bin ich aus dem Haus gerannt und habe die Flammen gesehen“, sagt ein Anwohner. Glücklicherweise sei innerhalb kürzester Zeit die Feuerwehr vor Ort gewesen. Auch Mitarbeiter des DRK Schalksmühle packten mit an.

Derweil ziehen die Einsatzkräfte unter dem Dach des verschmorten Carports mit einer Harke verbrannte Überreste auseinander. Die Felgen von Reifen, das Gerippe einer Schneefräse, und die Überreste eines Fahrrads liegen auf dem Boden. Unter der Schicht aus Ruß und Wasser befindet sich eine weitere Gasflasche.

„Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, meint Dieter Coordt, der zur Ursache des Brandes und zur Schadenshöhe keine Angaben machen kann. Nach rund zwei Stunden Einsatzzeit rückt die Wehr wieder ab.

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