Gemeinde im Gespräch mit dem Landwirt

Hinweis auf ausgelegte Giftköder: Schilder sorgen für Aufregung

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Diese Schilder an einem Wanderweg in Rotthausen sorgen derzeit für einige Aufregung.

Schalksmühle - Schilder mit einem durchgestrichenen Hundekopf und darunter der Hinweis auf ausgelegtes Rattengift auf einer landwirtschaftlich genutzten Wiese in Rotthausen am Wanderweg Richtung Herberge sorgen derzeit für einige Aufregung in dem Schalksmühler Ortsteil und rege Diskussionen in den sozialen Netzwerken.

Aufgestellt wurden die Schilder von einem Landwirt, dem die Wiese gehört. „Wir sind in Gesprächen mit dem Landwirt. Aber grundsätzlich handelt es sich bei der Wiese um eine private Fläche, die von Hunden und ihren Haltern ohnehin nicht einfach betreten oder genutzt werden darf“, sagt Silvia Gonzalez, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung im Fachbereich öffentliche Ordnung, auf Anfrage unserer Zeitung.

Allerdings sei es grundsätzlich auch nicht gestattet, Gift und Köder auf frei zugänglichen Flächen auszulegen. „Wenn, darf dies nur von sachkundigen Personen erfolgen, was der Landwirt für sich in Anspruch nimmt“, so Gonzalez. Selbst dann dürften die Köder nicht großflächig ausgelegt, sondern müssten direkt in den Gängern der Nager platziert und die Löcher anschließend wieder verschlossen werden, um eine Gefährdung Dritter auszuschließen. 

Gonzalez kann die Sorge und die Aufregung einiger Hundebesitzer um ihre Vierbeiner in den sozialen Netzwerken verstehen, appelliert deshalb an die Halter, nicht-öffentliche Wiesen möglichst zu meiden. „Zudem ist möglicher Hundekot auf den Wiesen der Landwirte auch eine große Gefahr für das Nutzvieh und Pferde“, sagt Gonzalez. 

Beim Schnitt der Wiesen als Heu, Grünfutter oder Silage würde der feste Kot von den Arbeitsmaschinen aufgenommen und so im Futter verteilt. Dieses wird für die Tiere ungenießbar. Fressen Pferde oder Nutzvieh das verunreinigte Futter dennoch, können Parasiten übertragen werden, die die Organe der Tiere angreifen, was letztlich sogar zum Tod führen kann. „Deshalb müssen die Landwirte das Heu oft aufwendig reinigen, um es überhaupt verwenden zu können“, erklärt Gonzalez.

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