Hilfe aus Schalksmühle für die Sahelzone 

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Schalksmühle - Der Verein Partnerschaft Sahelzone blickt auf erfolgreiche vergangene Monate zurück. In Zusammenarbeit mit der vor Ort ansässigen Partneragentur ADH wurde das Entwicklungshilfeprojekt in der Region Sikasso in Mali entscheidend vorangebracht. Einige bauliche Maßnahmen sind sogar bereits abgeschlossen.

Das Ausbildungszentrum für landwirtschtliche Berufe in der Stadt Sikasso wurde nach der Fertigstellung eingeweiht. „Mehr als 50 Jugendliche, davon 30 Prozent Mädchen, haben die Ausbildung bisher mit Diplom abgeschlossen. Sie arbeiten jetzt in ihren Dörfern“, berichtet Vereinsvorsitzende Françoise Eckern.

Um sich ihre Existenz aufzubauen, erhalten die Absolventen eine finanzielle Unterstützung. Die Kriterien dafür sind von verschiedenen Gremien genau festgelegt. „Diese Hilfe ist sehr wertvoll und ein Beitrag zur wirtschaflichen Verbesserung der Region“, sagt Francoise Eckern. Durch die Bildung von Kooperativen (Genossenschaften), die auch ungelernten Jugendlichen Arbeit geben, werde die Auswanderung in die Städte oder sogar ins Ausland vermieden.

Genau dies ist eines der Ziele des Vereins Partnerschaft Sahelzone. „Mit unseren Projekten möchten wir die Menschen in Ausbildung bekommen und so Einkommen schaffen. Diese Hilfe versteht sich als Beitrag, um die Auswanderung der Malier zu stoppen, indem sie in ihrem Dorf oder in der Umgebung Arbeitsplätze finden“, erklärt Eckern.

Dazu soll auch die neue Grundschule in Zanadougou beitragen, die zu 60 Prozent fertiggestellt ist und nach Aussage von Eckern nach den Sommerferien bezogen werden kann. „Die Bevölkerung hat Anfang des Jahres ihren Anteil, der 15 Prozent der Baukosten beträgt, in bar eingezahlt“, ist Eckern mit der Fortgang der Arbeiten sehr zufrieden. Das Lehrerkollegium werde vom Schulamt bezahlt.

Mit dem Bau des Gebäudes zur Lagerung der Kartoffelernte der Kooperative der Kartoffelbauern aus der Region Molasso, ein Zusammenschluss von zwölf Kommunen, wird nach Informationen der Vereinsvorsitzenden nach der Regenzeit Ende Juli/Anfang August begonnen. „Die Verträge sind unterzeichnet. Eine Fortbildung in Produktion, Lagerung und Verkauf von Kartoffeln schließt sich nach dem Bau an“, achtet Eckern auch hier auf Nachhaltigkeit. Bereits fertig ist ein Getreidelager in Sourountouna. Die Steine für das Mauerwerk wurden direkt vor Ort gegossen. „Die einheimischen Frauen als Eigentümerinnen des Lagers waren sehr engagiert und haben viel Hilfestellung gegeben“, sagt Eckern.

Maßnahme läuft Ende 2018 aus

Engagiert hat sich der Schalksmühler Verein ebenfalls für eine Krankenstation in Lafiabougou. Aus Eigenmitteln hat die Partnerschaft Sahelzone den Laborraum der Station saniert und neu eingerichtet. Der Raum bekam Fenster, die Decke wurde regendicht gemacht. Zum Kühlen des Raumes wurden Deckenpropeller installiert. „Durch die Arbeit des Labors sollen die Diagnosen künftig schneller und vor allem sicherer die Patienten erreichen“, erzählt Eckern.

Diese Maßnahmen zeigten, dass mit relativ kleinen Mitteln dennoch eine große und nachhaltige Wirkung erzielt werden könne. „Das Projekt läuft noch bis Ende 2018, und bei der derzeitigen ruhigen Lage im Süden des Landes hoffen wir, die weiteren Maßnahmen ebenso erfolgreich abschließen zu können“, sagt Eckern.

Unterstützt wird der Verein Partnerschaft Sahelzone bei seinem Engagement für Mali durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

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