Herzenswunsch erfüllt

Der Schalksmühler Hans Werner Scharnowski präsentiert morgen in der FeG acht Stücke seiner neuen CD „Das Hymnen-Projekt“.

Schalksmühle -  „Wir feiern das Ergebnis eines tollen Jahres.“ Mit seinem letzten Projekt hat sich der heimische Musiker, Produzent und Komponist Hans Werner Scharnowski einen Herzenswunsch erfüllt. Gemeinsam mit Christan Schnarr hat er die emotionale Kraft feierlicher, geistlicher Lieder auf der CD „Das Hymnen-Projekt“ eingefangen.

Von Monika Salzmann

Beim „Release-Konzert“ am Sonntag stellen beide Produzenten, ein rund 60-köpfiger Chor und Solisten in der Freien Evangelischen Gemeinde das Ergebnis ihrer Arbeit vor.

Angeregt von der Gänsehautatmosphäre eines „Prom’s Praise“-Konzerts in der Royal Albert Hall in London, wo sein Sohn Timo Theologie und Musik studiert, trug sich Hans Werner Scharnowski schon länger mit der Idee, geistliche Hymnen hörbar und erlebbar zu machen. Hymnen, so erklärt er, „weil sie beim Singen eine große emotionale Kraft entwickeln.“

Von „großen Melodien und starken Inhalten“ spricht er, wenn er Stücken wie Stuart Townend’s „In Christ Alone“ – von der BBC in England zur Hymne des Jahres gekürt – und anderen mitreißenden Melodien spricht. „Wenn viele Menschen gleichzeitig aus vollem Herzen und voller Kehle singen und damit ihrem Glauben, Hoffen und Sehnen Ausdruck verleihen, entsteht bei mir eine Gänsehaut.“

In England hat er diese Inbrunst, die ihm Gänsehaut verursacht, beim Singen in den Gemeinden oder beim „Prom’s Praise“-Konzert mit 7000 Sängern, Band und Orchester entdeckt. Hierzulande sieht er Ähnliches allenfalls im Gospelbereich.

Das zu ändern, Menschen für groß inszenierte Musik und leidenschaftliche, unverwechselbare Melodien zu begeistern, ist sein großes Anliegen beim Hymnen-Projekt. „Ich möchte damit einen neuen Akzent setzen“, so sein Wunsch. „Hymnisches Singen kommt nach Hause. In die Gemeinschaft von Christen.“

Filmorchester spielt Musik ein

Zur Verwirklichung seiner Idee holte sich Hans Werner Scharnowski, der den Schalksmühler Chor „Living Gospel“ leitet, namhafte Musiker und Solisten mit ins Boot. „Wir haben uns zwei Tage das Babelsberger Filmorchester genehmigt“, erzählt er lachend. Auch die Band, die bei der CD mitgewirkt hat, sei mit Spitzenmusikern besetzt. Erwähnt seien Florian Sitzmann am Flügel (Söhne Mannheims), Dave Mette am Schlagzeug (Laith Al-Deen), Matthias Gräb am Bass (Andrea Berg) und Klaus Bittner an der Gitarre, der dem heimischen Konzertpublikum durch Auftritte von „Living Gospel“ bekannt ist.

Ende April nahm die Band ihren CD-Part in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde auf. Mit den Bandaufnahmen im Gepäck, reisten die Produzenten im Mai nach Potsdam, um an zwei Tagen den Orchesterpart einzuspielen. „Man muss ein Orchester haben, das auch Popmusik begleiten kann. Die Babelsberger sind dafür bekannt, dass sie sehr variabel sind“, erklärt Scharnowski.

Aus seinem eigenen Chor konnte der Schalksmühler spontan 30 Sänger für das Hymnen-Projekt begeistern. Die weiteren Mitglieder des Projektchors – insgesamt 120 Sänger – rekrutierten sich aus Chören im Umkreis von rund 100 Kilometern. Vier Profis fungierten gleichsam als „Stimmführer“. Bei einigen Stücken setzten zudem Mitglieder der Heinrich-Schütz-Kantorei und des Lüdenscheider Vokalensembles wirkungsvolle Akzente. Nach der Band und dem Orchester waren die Choraufnahmen in der Lüdenscheider Christuskirche der dritte und letzte Schritt zur fertigen CD.

Publikum soll mitsingen

Von den rund 15 Solisten, die an der CD mitgewirkt haben, sind Sonntag sechs zugegen – unter anderem Yasmina Hunzinger, Katja Zimmermann, Anni Barth und Björn Bergs. Auf Live-Gesang und Playback-Musik dürfen sich die Zuhörer freuen. „Man soll den Sound der CD hören.“

Von den 13 Titeln der CD hat Hans Werner Scharnowski acht arrangiert. Die verbleibenden fünf Stücke tragen die Handschrift von Christian Schnarr. Per Beamer werden die Texte zum Mitsingen für das Publikum – ein Muss beim Konzert – eingeblendet.

Das Konzert in Schalksmühle ist eine von insgesamt drei Veranstaltungen. In Detmold besuchten bereits 500 Zuhörer das erste „Release-Konzert“. Ein drittes Konzert soll im November in Herne stattfinden.

Alle Veranstaltungen dienen bei freiem Eintritt der Vorbereitung von drei großen Konzerten im kommenden Jahr – mit Band und Orchester. Bielefeld (Ende April/Anfang Mai), Schwäbisch Gmünd (2. Mai) und ein Konzert in der Siegerhalle im Herbst sind im Gespräch.

Die CD „Das Hymnen-Projekt“ kann unter www.gerth.de zum Preis von 17,99 Euro online bestellt werden kann. Für den Verein „Night oft the Hymns“, der die Konzerte veranstaltet, sucht Hans Werner Scharnowski noch Sponsoren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare