"Musik für frohe Stunden" in der Festhalle Spormecke

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Die Mitglieder des Gesangvereins Dahlerbrück hatten das herbstliche Konzert nicht bloß organisiert, sondern standen auch selbst am Sonntag auf der Bühne. Einstudiert hatten sie für diesen Nachmittag bekannte Schlagermelodien längst vergangener Zeiten.

Schalksmühle - Mit „Musik für frohe Stunden“ machten der Gesangverein Dahlerbrück, der Musikverein „Die Volmetaler“ und die Chorgemeinschaft Ohle/Werdohl am Sonntag in der Festhalle Spormecke den Alltag vergessen. Zum 19. Mal hieß es in der herbstlich dekorierten Halle: „Viel Musik und gute Laune zur Kaffeezeit.“

Strohpuppen, Kürbis, Drachen und Heidekraut verwiesen auf die Jahreszeit. Im Namen der teilnehmenden Chöre und Orchester hieß Frank Obersheimer, Vorsitzender der „Volmetaler“, die Zuhörer in der gut gefüllten Halle willkommen. Namentlich begrüßte er Heide Bachmann als stellvertretende Bürgermeisterin. An den Landfrauenverband Schalksmühle-Heedfeld, der mit Kaffee und Kuchen verwöhnte, ging ein dickes Dankeschön.

Mit „Ewig jungen Schlagern“ als Motto erfreute der Gesangverein Dahlerbrück unter Leitung von Chordirektorin Astrid Höller-Hewitt Jung und Alt. Ohrwürmer, die man immer wieder gern hört, hatte der Chor für das Traditionskonzert zu einem bunten Liederstrauß zusammengestellt.

Mit Reinhard Mey ging’s hinauf in die Wolken. Ein fröhlicher „Lollipop“ mit kessem Zungenschlag machte gute Laune. Gefühlvolle Weisen wie „Rot sind die Rosen“ und „Sierra Madre del Sur“ ließen träumen. In allen Gefühlslagen erfreute der Chor. Nach der Devise „alt bewährt, nur verjährt“ hatte auch Brahms’ „Ungarischer Tanz Nr. 6“ – zündend in der Version von Otto Groll dargeboten – in die Schlagerwelt der Dahlerbrücker seine Berechtigung.

Typisch ungarisch, feurig und temperamentvoll ging’s bei dem Lieblingswerk der Chorliteratur zu. Vom Klavier aus dirigierte Astrid Höller-Hewitt ihren nuancenreich singenden Chor. Ob flotter Marsch oder Heavy Metal Song: Unter Leitung von Graham Child, der stets zu einem kleinen Scherz aufgelegt war, zeigten sich „Die Volmetaler“ in unterschiedlichsten Stilrichtungen bewandert. Anstecken ließen sich die Musikerinnen und Musiker vom Elan ihres Dirigenten, der strahlend gute Laune versprühte. Souverän geleitete er sein Orchester durch spieltechnisch anspruchsvolle Gefilde. Vom flotten „Sportsmastermarsch“ bis zur Heavy Metal Ballade „Nothing Else Matters“, in einem Arrangement von Frank Bernaerts, reichte das breit gefächerte Repertoire. Filmliebhaber sowie Fans von Eric Clapton und James Last kamen ebenfalls auf ihre Kosten.

Verstärkt durch Aktive des Sängerquartetts „Frohsinn“, machten die Sänger aus Plettenberg-Ohle und Werdohl – nach Absagen von Chören kurzfristig in die Bresche gesprungen – Werbung für den Chorgesang. Seitens Gunhild Klawitter, 1. Vorsitzende des Gesangverein Dahlerbrück, gab’s dafür ein herzliches Dankeschön.

Mit den Worten: „Das ist heute eine Premiere“, empfahl sie die Darbietungen der vor 14 Tagen spontan gebildeten Gemeinschaft aus Astrid Höller-Hewitts Chören besonderer Aufmerksamkeit. In die Natur („Wohlauf in Gottes schöne Welt“), zur „Weißen Madonna“ und Tagträumen über New York nahm die sangesfreudige, prächtig aufgelegte Truppe ihre Zuhörer mit.

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