Heißes Tanzduell und Gags beim Dorfabend

Volles Haus und jede Menge Spaß – zum Abschluss des Schützenfestes 2014 drehte die Gemeinschaft beim Dorfabend am Sonntag noch einmal richtig auf. - Foto: Salzmann

Heedfeld -  Frech, bissig und gnadenlos komisch kitzelten die „Mega-Stars und Multi-Talente“ aus dem Heedfeld-Hülscheider Höhengebiet am Sonntagabend im Festzelt die Lachmuskulatur zum Abschluss des Hülscheider Schützenfestes. Zum 19. Mal legten die Hülscheider Schützen ihren bunten Dorfabend auf.

Zur Freude vom ersten Vorsitzenden Holger Rutenbeck, der das neue Königspaar Jörg und Petra Bremicker samt Hofstaat und Honoratioren beim letzten Höhepunkt des Festes willkommen hieß, war das Festzelt voll und die Stimmung bestens.

Erstmalig führte Michael Schwalm durch das Programm. Nicht auf den Mund gefallen, schickte er den einzelnen Programmpunkten manch amüsante Pointe hinterher.

Zum Tanz spielte Frank Mario Hohnbaum mit seiner Band „Let’s Dance“ auf. In die Zeiten von Rock’n’Roll-King Elvis Presley und Conny Froboess („Zwei kleine Italiener) fühlte sich das gut gelaunte Publikum durch den Entertainer und seine Ehefrau Meike versetzt. Das passende Outfit brachten beide gleich mit. Dass er auch heftig-deftig „kann“, stellte Frank Hohnbaum im Programmpunkt „Platons Urenkel: Was uns wirklich bewegt!“ unter Beweis. Weltbewegend, was er dabei zu sagen hatte.

Gnadenlos rechnete André Krause beim Dorfabend mit der eigenen Vereinsspitze, Schützenbrüdern und -schwestern, Rat und Verwaltung und was ihm sonst noch ins Auge stach ab. Bissig, frech und unbekümmert zerpflückte er alles, was nicht niet- und nagelfest war. Hatte er sich einmal auf etwas eingeschossen, blieb er dran. „Hat der Verzweifelte noch Freunde?“, lautete seine Frage. Er hatte sie, alle Gebeutelten gewährten Pardon. Standing Ovations gab’s für diesen Pointenmarathon. Sogar die Leihgeber des standesgemäßen Schützen-Outfits bekamen alles, aber auch alles zurück.

Dorfabend des Schützenfestes 2014

In Erinnerungen schwelgten die Schützen mit dem von Sabine Hohage umgetexteten „Wangerooger Schützen“-Lied. Mit „Flaschen“ in Lebensgröße heizte Mickie Krause alias Konni Krause mit seinem Ballermann-Hit „Geh mal Bier holen“ ein. Pfiffig und ideenreich setzten die „GmbHs aus Berg und Tal“ den Dauerbrenner um.

Hinter den „Fischern von Heedfeld“ verbarg sich die 2. Kompanie, die sichtlich im Helene Fischer-Fieber war. „Atemlos“ geizten die Herren, auf Frau getrimmt, nicht mit ihrem Sexappeal. Mäuschen spielten konnten die lachenden Besucher bei der 1. Kompanie, die sich beim Sketch „Eschte Fründe bei der Pinkelpause“ hinter einer Mauer verschanzte. Atze Schröder alias Christian Walkhoff, die „pure Männlichkeit“ mit Imponiergehabe, ging mit der Jugend und Lehrern, mit denen er noch eine Rechnung offen hatte, ins Gericht. Slang? Jugendjargon? Klar, hatte er beides „drauf“.

Der Spielmannszug fühlte sich bei Otto (oder war’s doch der Rattenfänger von Hameln?) und den schwulen Schlümpfen pudelwohl. Ex-König Wolfgang Schmale und sein Hofstaat traten in vertauschten Rollen als Backstreet Boys und Spice Girls gegeneinander an. Boygroup oder Girlgroup? Unentschieden endete das heiße Tanzduell.

„Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben“, hieß es zu Recht beim großen Finale. - von Monika Salzmann

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