Workshop-Camp für Auszubildende

Holzhütten auf dem Jahnplatz: Endlich werden sie genutzt

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Die vier Volme-Kommunen und der Märkische Kreis laden Azubis zu einem Workshop-Camp ein – ideale Bedingungen für das Wochenende bieten die einst als Flüchtlingsunterkünfte errichteten Holzhäuser auf dem Jahnplatz.

Schalksmühle - In einige der Holzhäuser auf dem Jahnplatz kehrt Leben ein – zumindest für ein Wochenende im Sommer: Die vier Oben-an-der-Volme-Kommunen planen dort vom 14. bis zum 16. Juni ein Workshop-Camp für Auszubildende der heimischen Betriebe.

In insgesamt fünf Workshops können die Teilnehmer Fähigkeiten trainieren, die ihnen in ihrem Berufsalltag zu Gute kommen. Dabei geht es unter anderem um Kommunikation, Selbstbewusstsein und Kreativität, sogenannte Softskills. 

Angeboten wird das Camp von der Bildungsinitiave Schalksmühle, dem Kulturmanagement Oben an der Volme und dem Märkischen Kreis. 

Das Projekt wird zu 50 Prozent aus Mitteln der Regionalen Kulturpolitik des Landes NRW gefördert. Die andere Hälfte der Kosten übernehmen die vier VolmeKommunen sowie der Märkische Kreis. 

Vorgestellt wurde das Camp von Kulturmanagerin Ulrike Tütemann und Anja Krause, der Vorsitzenden der Bildungsinitiative, gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Kommunen und des Kreises: Ralf Bechtel und Anja Wolff (Schalksmühle), Regina Semeraro (Kierspe), Thomas Gehring (Halver) und Detlev Krüger vom Fachbereich Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises. 

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Holzhäuser ein optimales Umfeld für ein solches Wochenende bieten. Jeder der fünf Workshop-Leiter wird in einem der Häuser sein „Domizil“ aufschlagen. Außerdem gibt es genügend Platz für Übernachtungen. 

Sprung von Schule ins Berufsleben

Von den Leitern waren Schauspieler und Theaterpädagoge Murat Isboga vom Theater „Halber Apfel“ sowie Psychotherapeutin und Coach Astrid Frevel bei der Präsentation des Vorhabens dabei. Clara Edel übernimmt am Freitagabend die Einführungsveranstaltung und wird das Camp mit einer Dokumentation begleiten. 

Isboga erinnert sich gut an den Umbruch, den seine eigene Ausbildung bedeutete, der Sprung von der Schule, in der man vor allem mit Gleichaltrigen zu tun hatte, in die Berufswelt der Erwachsenen. „Man ist nicht mehr Kind, aber auch noch nicht richtig erwachsen, sondern irgendwo dazwischen.“ 

Mit Mitteln der Theaterpädagogik möchte er verschiedene Situationen des Berufsalltags durchspielen und mit den jungen Leuten trainieren, wie sie damit umgehen können, und so ihr Selbstbewusstsein stärken. „Theater ist ein Spiegel alltäglicher Handlungen.“ 

Astrid Frevel will mit den Teilnehmern erarbeiten, wie Kommunikation funktioniert, wie das Gesprochene möglicherweise aufgenommen wird und wie man selbst angemessen reagiert. 

In ihrem Workshop geht es um Rhetorik, aber auch um Schlagfertigkeit. Dabei sollen die Jugendlichen gerne auch eigene Erlebnisse einbringen, die gemeinsam analysiert werden können. Die drei weiteren Workshops werden Poetry-Slammer Marian Heuser, Foto-Journalist Guido Raith und Musiker Ralf Franke anbieten. 

Verpflegung durch Pfadfinder

Geplant ist, dass die Teilnehmer am frühen Freitagabend anreisen und die Häuser beziehen. Schlafsack und Isomatte sollten mitgebracht werden. Stromanschlüsse und Badezimmer stehen in den bekanntlich bezugsfertigen Hütten zur Verfügung. 

Ablauf:

  • Freitag ab 18 Uhr: Begrüßung mit Vorstellung der Workshops
  • Kennenlernen der Teilnehmer mit Moderation von Clara Edel
  • Samstag und Sonntagvormittag: Teilnahme an ein oder zwei Workshops
  • Sonntagnachmittag: Abschlusspräsentation der Ergebnisse
  • Catering und Betreuung durch die Pfadfinder vom Stamm St. Medardus aus Lüdenscheid

Anmeldungen ab sofort möglich

Alle Firmen und Betriebe in den Volme-Kommunen, aber auch aus dem gesamten Märkischen Kreis sind eingeladen, ihre Auszubildenden anzumelden. Dadurch, dass es sich um ein Wochenend-Camp handelt, geht die Teilnahme nicht zulasten der Arbeits- oder Berufsschulzeit. Die Teilnahme ist für die Auszubildenden und ihre Arbeitgeber kostenfrei – auch für die Übernachtung und die Verpflegung fallen keine Kosten an. 

Anmeldungen nimmt Kulturmanagerin Ulrike Tütemann per E-Mail an kultur@oben-an-der-volme-de entgegen. Für weitere Informationen ist sie unter Tel. 0177/8662097 zu erreichen.

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