Engagement erhält Förderung

Heimatpreis 2020: Jury wählt drei Gewinner aus

Heimatpreis 2020, Gemeinde Schalksmühle, Archivkreis im Geschichts- und Heimatverein
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2500 Euro für den ersten Heimatpreis: Alle Fraktionsvorsitzenden – Jan Jellesma (SPD), Klaus Nelius (UWG), André Krause (CDU) und Jan Schriever (FDP) – versammelte Bürgermeister Jörg Schönenberg zur Übergabe des Hauptpreises um sich. Bernardine Holthaus nahm den 1. Preis für den Archivkreis im Geschichts- und Heimatverein entgegen.

Zum ersten Mal verlieh die Gemeinde Schalksmühle am Montag den vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW in Höhe von 5000 Euro geförderten Heimatpreis. Drei Gewinner gibt es.

Schalksmühle - „Eigentlich hätte die Verleihung in den Rat gehört“, betonte Bürgermeister Jörg Schönenberg. Wegen der aktuellen Situation habe der Vorschlag von Jörg Weber (CDU) jedoch nicht umgesetzt werden können. Im Hauptausschuss, der am Montag tagte, würdigte die Gemeinde die drei Preisträger.

Ausgezeichnet wurden Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise dafür engagieren, dass Schalksmühle als Heimat erfahren und auf Dauer als Heimat erlebt werden kann. Der 1. Preis – mit 2500 Euro dotiert – ging an den Archivkreis im Verein für Geschichte und Heimatpflege, der durch Bernardine Holthaus vertreten war.

Preise auch für SGV Dahlerbrück und Inselheimverein

1500 Euro (2. Preis) gingen an den SGV Dahlerbrück, für den Ortwin Schmidt die Auszeichnung entgegennahm. Über den 3. Preis und 1000 Euro durfte sich der Inselheim Verein freuen. An Udo Kloss überreichte Schönenberg die Urkunde.

Der Gemeinderat habe entschieden, den Preis auf drei Projekte mit gestaffelten Preisgeldern zu verteilen, führte der Bürgermeister in seiner Würdigung der Preisträger aus. Mit zwölf Bewerbungen aus unterschiedlichen Aktionsbereichen sei die Resonanz auf die Auslobung des Preises erfreulich groß gewesen. Die umfangreiche Bewerberliste zeige, wie vielfältig das Verständnis von Heimat sein könne und wie viele Menschen sich ehrenamtlich dafür einsetzen, dass Schalksmühle ein Ort sei, in dem man sich zu Hause fühle. Als Bürgermeister freue er sich über dieses Engagement.

1000 Euro für den Inselheimverein: Im Beisein von Jan Schriever (FDP) und Jan Jellesma (SPD) überreichte Bürgermeister Jörg Schönenberg die Urkunde an Udo Kloss.

„Eigentlich hätte jeder einen Preis verdient“, lobte Schönenberg das Engagement aller Bewerber. Vor diesem Hintergrund sei es für die sechsköpfige Jury aus Reihen der Ratsmitglieder keine leichte Aufgabe gewesen, aus der Vielzahl der Bewerbungen die Preisträger zu ermitteln.

Bürgermeister Schönenberg würdigt Engagement

Im Rahmen einer Videokonferenz sei am 12. November die Entscheidung gefallen.

Detailliert würdigte Schönenberg – beginnend mit dem 3. Preis – die Arbeit der drei Preisträger. „Ob Heimweh oder Fernweh – der Gedanke an das Schalksmühler Inselheim lässt auf jeden Fall Heimatgefühle aufkommen, die auch unsere Jury überzeugt haben“, würdigte er die Verdienste des Inselheimvereins, dessen ehrenamtlicher Vorstand das Ferien- und Freizeithaus auf der Nordseeinsel Wangerooge seit mehr als 60 Jahren betreibt.

An den SGV Dahlerbrück gewandt, lobte er: „Wie wertvoll es ist, in schöner Natur spazieren und wandern gehen zu können, haben wir spätestens seit Beginn der Corona-Krise alle erfahren.“ Wie gut, dass es einen Verein wie den SGV Dahlerbrück gebe, der die Wander-Infrastruktur intakt halte.

Mut zur erneuten Bewerbung

Ausführlich würdigte der Bürgermeister den Archivkreis als Erstplatzierten des geteilten Heimatpreises. „Das Wissen um unsere eigene Geschichte schafft Sicherheit und Geborgenheit und stärkt das Heimatgefühl und somit auch ein Wir-Gefühl“, lobte er die Gewinner mit ihren eigenen Worten.

2. Preis für den SGV Dahlerbrück: Klaus Nelius (UWG) und André Krause (CDU) begleiteten die Übergabe der Urkunde an Ortwin Schmidt durch Jörg Schönenberg.

Auf die Sammlungen, das Zeitungs- und Bildarchiv sowie die regelmäßigen Ausstellungen im Rathausfoyer ging er ein. Allen anderen Bewerbern machte er Mut, sich im nächsten Jahr erneut um den Heimatpreis zu bewerben.

Alle Bewerber für den Heimatpreis 2020

Um den Heimatpreis bewarben sich die SGSH Dragons, das Netzwerk Flüchtlingshilfe Schalksmühle, der Förderverein der Löschgruppe Dahlerbrück, der Hülscheider Schützenverein, der SGV Dahlerbrück, die Bürgerinitiative Dahlerbrück, Karin Brauckmann (Aufbau einer Koordinierungsstelle für „Gesunde Kommune Schalksmühle“), Uwe Rittinghaus (Sport mit Deutschen und Flüchtlingen), der Archivkreis im Geschichts- und Heimatverein Schalksmühle, die Siedlergemeinschaft Waldesruh-Stallhaus, der Inselheim Verein und der Verein Windvernunft Halver-Schalksmühle.

Der Heimatpreis der Gemeinde Schalksmühle soll ab 2021 jährlich vergeben werden, solange das Land Nordrhein-Westfalen das Förderprogramm auslobt.

Einstimmig sprach sich der Hauptausschuss am Montag bei seiner Sitzung im Ratssaal für die erneute Auslobung des Preises in den kommenden Jahren aus. Geschlossen folgten die Ausschussmitglieder zudem dem Beschlussvorschlag an den Rat, die Verwaltung damit zu beauftragen, jährlich die entsprechenden Fördermittel zu beantragen und – so diese gewährt werden – das Verfahren zur Preisverleihung vorzubereiten und durchzuführen.

Hauptausschuss stimmt für Neuauflage in 2021

Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport, stellte dem Ausschuss den Sachverhalt und die Rechtslage vor.

Die Resonanz auf die Auslobung des Heimatpreises 2020 sei erfreulich groß gewesen, führte sie aus. Alle Engagements würden einen Beitrag zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft leisten und hätten eine Auszeichnung verdient. Tatsächlich könnten jedoch nur drei Bewerbungen ausgezeichnet werden.

Die im Jahr 2020 festgelegten Vergabekriterien, die Preisgeldstaffelung und die Zusammensetzung der Jury hätten sich bewährt und könnten für die Folgejahre übernommen werden. Kritik am Rahmen der diesjährigen Preisverleihung im Hauptausschuss und nicht im Rat – Corona und den damit verbundenen Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen geschuldet – übte André Krause (CDU).

Um breites Engagement würdigen zu können, plädierte Klaus Nelius (UWG) für die Beibehaltung von drei Preisen. Er hoffe, dass die Preisverleihung im kommenden Jahr 2021 unter schöneren Bedingungen stattfinden könne.

Zustimmung zum bisherigen Verfahren bekundeten außerdem Jan Schriever (FDP) und Michael Siol (SPD).

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