„Heimat ist viel mehr“

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Christiane Buscher-Bach und Anja Wolf vom Fachbereich Bürgerdienste stellen das Programmheft für den Kreisheimattag 2014 vor, das derzeit auch im Bürgerbüro des Rathauses ausliegt.

Schalksmühle - Eigentlich liegt sie ja direkt vor der Haustür, aber nicht jeder kennt sie so richtig: die eigene Heimat. Unter diesen Begriff fallen neben dem Wohnort auch die Region, in der man lebt, und die Nachbarstädte. Aber wie viele Schalksmühler haben wohl schon mal die Knochenmühle in Meinerzhagen besichtigt?

Oder den Schleiper Hammer in Kierspe? Am 30. und 31. August haben Interessierte eine besondere Gelegenheit dazu: Beim Kreisheimattag können sie die vier „Oben an der Volme“-Kommunen ein Stück weit näher kennenlernen.

Erstmals findet der Kreisheimattag in diesem Jahr nicht nur in einer einzelnen Kommune statt, sondern gleich in vier – und dazu noch an zwei Tagen. Die Hauptorganisation liegt beim Märkischen Kreis, die Ausarbeitung der einzelnen Programme übernahmen die jeweiligen Verwaltungen in Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen.

Anja Wolf, bei der Gemeinde Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, sieht die diesjährige Veranstaltung als Chance, auch der jüngeren Generation den Heimatgedanken näherzubringen. „Bisher war der Kreisheimattag vor allem älteren Bürgern ein Begriff. Mit einem Programm, das mehrere Generationen anspricht, möchten wir nun zeigen, dass Heimat mehr ist als Denkmäler und die Rückbesinnung auf alte Traditionen.“ Der Plattdeutsche Lesenachmittag oder die Rundfahrt zu den Schalksmühler Kirchen gehörten natürlich trotzdem ins Programm, „eben weil sie für die eigene Heimat stehen“.

Aber mit der E-Bike-Tour durchs Volmetal würde eben auch ein neuartiger Programmpunkt angeboten, der jüngere Menschen anspreche und die Kommunen verbinde. „Das gilt auch für den vierten Lisettkenlauf, der in Schalksmühle stattfindet – denn die Namensgeberin Lisettken war nicht nur in Schalksmühle mit ihrer Kiepe unterwegs, sondern auch in den Nachbarorten. Sie ist also ein Sinnbild für unsere Heimatregion“, sagt Wolf.

Des Weiteren versuchte die Gemeinde unter Federführung von Verwaltungsmitarbeiterin Elisabeth Jäger auch die heimische Industrie mit ins Boot zu holen. Dies gelang mit einer Lichtkooperation mit dem Leuchten-Hersteller Hoffmeister. „Das Unternehmen erstellte wie schon beim Winterfest ein Lichtkonzept, um in der Nacht verschiedene Bauwerke in der Gemeinde in Szene zu setzen“, erklärt Wolf. So werden am Kreisheimattag-Wochenende die Turbinenhalle in Dahlerbrück, ein Geschäftshaus in Heedfeld und der Haferkasten in Reeswinkel beleuchtet.

Natürlich fehlt beim Kreisheimattag der „Oben an der Volme“-Kommunen auch die Regionale nicht: Wer sich in Schalksmühle zum Beispiel näher über die Bauvorhaben Volmepark oder Rathausplatz informieren möchte, kann das im Zuge einer Führung am Sonntag tun. Wolf: „Dass sich vier Kommunen in so vielen Bereichen zusammenschließen, ist beispielhaft. Um dem Rechnung zu tragen, richtet der Märkische Kreis einen Bus-Shuttle-Service ein, damit die Besucher nicht nur auf eine Kommune beschränkt sind.“

Von Alisa Kannapin

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