Heide Schimke stellt beim GC Gelstern aus

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Die Hagener Künstlerin Heide Schimke und Harald Mähler, Präsident des Golfclubs Gelstern.

Heedfeld - Kunst und Gastlichkeit möchte der Golfclub Gelstern künftig im Rahmen von Kunstforen in den Räumen des Clubs miteinander verbinden. Als erste Künstlerin stellte die Hagenerin Heide Schimke in den vergangenen Wochen ihre Arbeiten aus.

Da die Malerin und Fotografin bei der Ausstellungseröffnung verreist war, fand jetzt eine Finissage im Golfclub statt, bei der die Künstlerin den zahlreich erschienenen Gästen ihre Werke ausführlich erläuterte.

Harald Mähler, Präsident des Golfclubs, begrüßte die Gäste und lobte die Kunstwerke von Heide Schimke, die auch Mitglied im Club ist. Die insgesamt 32 Exponate, die drei Monate lang in den Clubräumen zu sehen waren, gehören zu dem Projekt „playing memory“, das 2012 von der Künstlerin ins Leben gerufen wurde und seitdem einem ständigen Entwicklungsprozess unterliegt.

Dabei vermittelt Heide Schimke ihre Eindrücke, die sie auf zahlreichen Reisen, unter anderem nach Australien, Neuseeland und Island, sammeln konnte. Diese verarbeitet sie einerseits in abstrakten, teilweise der „Landart“ zuzurechnenden Fotografien, die ebenso wie ihre Gemälde nicht nur abbilden wollen, sondern klar einen künstlerisch-gestalterischen Aspekt in den Vordergrund stellen.

Um die Atmosphäre jener Länder, die sie bereiste, zu vermitteln, möchte Heide Schimke keine gegenständlichen Eindrücke reproduzieren, sondern vielmehr Stimmungen sowie das Fluidum des Reisens an sich auf den Betrachter übertragen. Bei den Gemälden Schimkes nimmt der Pinsel deshalb höchstens bei wenigen floralen Motiven eine punktuelle Rolle ein. Vielmehr lässt die Hagenerin die Farben über das Papier laufen, arbeitet mit Wischtechniken und lässt Farbschichten über eine längere Zeit in der Sonne trocknen, bevor sie weitere Arbeitsprozesse ergänzt.

„Aus diesem Grund konnten einige Gemälde nur in Australien entstehen, da ich sie nur dort so lange wie erforderlich in der Sonne trocknen konnte“, erklärt die Künstlerin. Essentieller Bestandteil in ihren Arbeiten sind somit Strukturen und Farbverläufe, die Assoziationen an die bereisten Länder wecken sollen.

Darüber hinaus wurde als Abschluss der Finissage eine Dokumentation des Münchner Regisseurs Sebastian Jobst gezeigt. Jobst verarbeitete in seinem 2012 entstandenen Werk nicht nur Fotos, Filmausschnitte und O-Töne, die die Künstlerin von ihren Reisen mitbrachte, sondern beobachtete sie auch mit der eigenen Kamera bei der Arbeit im Atelier.

Der Filmtitel hat dabei einerseits eine indirekte Bedeutung im Sinne von „Mit den Erinnerungen spielen“, aber auch eine ganz direkte. Heide Schimke stellte nämlich auch Memory-Spiele her, bei denen die einzelnen Karten mit den Motiven ihrer Bilder und Fotografien ausgestattet sind. Szenen mit eben jenen Memory-Spielen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film, der komplett ohne Kommentar auskommt. Dies ist jedoch nur konsequent, da auch die Werke von Heide Schimke grundsätzlich aus sich heraus und ohne große Erklärungen auf den Betrachter wirken sollen.

Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es unter www.heide-schimke.de.

Von Björn Othlinghaus

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