Heedfeld: Viele Briefe – kein Kasten

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Ein grauer Sockel blieb vom Briefkasten an der Heedfelder Straße 14 in Höhe der Aral-Tankstelle übrig. Unbekannte hatten den Kasten bei einem Aufbruch vor Weihnachten so stark beschädigt, dass die Post einen neuen montieren muss.

Heedfeld - Wo vorher ein gelber, hoher Briefkasten stand, findet sich heute nur noch ein Sockel. Vor mehreren Tagen ließ die Deutsche Post den Kasten an der Heedfelder Straße 14 auf Höhe der Aral-Tankstelle abbauen, nachdem Unbekannte vor Weihnachten versucht hatten, den Behälter aufzubrechen.

Von Alisa Kannapin

Ob dabei auch Post gestohlen wurde, konnte der zuständige Pressesprecher Alexander Böhm nicht ausschließen. „Die letzte Leerung erfolgte am 22. Dezember gegen 17 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der Briefkasten noch in Ordnung und es wurden im Kasten Sendungen vorgefunden“, erklärt Alexander Böhm.

Am 23. Dezember erhielt die Post zur Mittagszeit über das Kundentelefon den Hinweis, dass der Briefkasten aufgebrochen wurde.

„Wir sind dann rausgefahren, um uns das anzusehen. Ich gehe davon aus, dass der Kasten kurz danach abmontiert wurde. Auf jeden Fall wurde er gesperrt, sodass darüber keine Post mehr aufgegeben werden konnte“, sagt Böhm.

Der Briefkasten sei durch den Aufbruch so schwer beschädigt worden, dass er durch einen neuen ersetzt wird. Die Deutsche Post erstattete bei der Kriminalpolizei in Lüdenscheid Anzeige gegen Unbekannt.

Bis ein neuer Kasten aufgestellt wird, kann es aber noch dauern. Böhm: „Das Material ist bestellt und wir wollen bis Anfang Februar einen neuen Briefkasten installieren. Da der Kasten in Heedfeld sehr stark frequentiert ist, ist es in unserem eigenen Interesse, dass der Aufbau schnell geht.“

Er bittet die Anwohner, in den kommenden Tagen andere Briefkästen in der Umgebung zu benutzen oder den Briefträger zu bitten, die Post mitzunehmen. Die nächsten Briefkästen befinden sich an der Sterbecker Straße 20, Hülscheider Straße 2 und in Spormecke.

Wer sicher sein möchte, ob seine Post zugestellt wurde, kann einen Nachforschungsauftrag stellen. Das ist entweder über die Website www.deutschepost.de, in der nächsten Postfiliale im Kaufpark oder über die Rufnummer 02 28 / 4 33 31 15 möglich.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es ebenfalls vor Weihnachten in Nachrodt-Wiblingwerde. Dort wurde auch ein Briefkasten aufgebrochen und im Anschluss von Seiten der Post vorübergehend abmontiert. „Ich weiß aber von keiner Aufbruch-Serie“, sagte dazu Alexander Böhm.

Im Höhengebiet wird der Briefkasten in der Zwischenzeit bereits vermisst, wie Anwohner und Unternehmer Volker Ihne im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. Ihne betreibt in Heedfeld das Geschäft Cre-a-ktiv und versendet über seinen Onlineshop auch viel Ware mit der Post.

„Sowieso passten in den alten Briefkasten nur Sendungen bis zu einem bestimmten Maß rein. Hinzu kommt, dass zu Spitzenzeiten kurz vor der Leerung oft bereits Briefumschläge oben raus schauten, weil der Kasten so voll war“, bemängelt Volker Ihne das zu geringe Volumen des Briefkastens.

Er und auch andere Geschäftsleute aus dem Höhengebiet müssten ihre Sendungen nun entweder in Lüdenscheid-Gevelndorf oder in der Dorfmitte im Kaufpark abgeben, weil durch die Schlitze der anderen Briefkästen in der Umgebung nur Umschläge passen würden, die unter 50 Millimetern dick sind. „Und dort, wo der alte Briefkasten stand, hängt noch nicht mal eine Hinweistafel, sodass man weiß, was mit dem Kasten passiert“, ärgert sich Ihne.

Wer Hinweise zum Briefkasten-Aufbruch geben kann, kann sich dazu bei der Polizei in Lüdenscheid melden, die unter Tel. 0 23 51 / 90 99-63 25 oder -0 erreichbar ist.

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