Wiedereröffnung von Haus Glörtal: Neuer Pächter geht an den Start

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Von der Terrasse aus haben die Gäste einen perfekten Blick auf die Glörtalsperre. Hier will Pächter Jochen Bernsdorf bald auch kleinere Konzerte veranstalten.

Schalksmühle/Breckerfeld - „So etwas muss man aus Leidenschaft machen und nicht wegen des Geldes“, erklärt Jochen Bernsdorf. Er ist der neue Pächter vom Haus Glörtal, Jochen Bernsdorf. Seit Montag hat das neue Restaurant geöffnet.

Die Überlegung, das Restaurant an der Glörtalsperre mit angrenzendem Bikertreff zu übernehmen, war alles andere als ein Schnellschuss. „2014 habe ich den Entschluss gefasst, einen eigenen gastronomischen Betrieb zu führen“, sagt er über seinen ambitionierten Plan. 

Seitdem habe er unzählige Bücher gelesen und sich an den unterschiedlichsten Stellen über alles informiert, was ein Gastronom wissen sollte. Die für ihn passende Immobilie fand Bernsdorf dann im Januar mit dem Haus Glörtal. Auch nach Vertragsabschluss mit dem Eigentümer, der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH (FSG), überließ er nichts dem Zufall. Er arbeitete mit einer professionellen Beraterin zusammen und verfasste ein 60-seitiges-Konzept. „Ich habe mir bei dem Konzept einen Wolf geschrieben“, lacht der Schalksmühler Projektmanager. Marketingstrategien, Öffnungszeiten, Speisekarte, Finanzen – alles wurde im Vorfeld bis ins Detail geplant. 

Umsetzung war nicht so einfach

Die Umsetzung sei nicht immer ganz einfach gewesen: „In meiner linken Gehirnhälfte hatte ich immer die schönen Bilder, wie es aussehen soll, und in der rechten hatte ich die nackten Zahlen.“ Schließlich wurden die schönen Bilder schon vor der Eröffnung von Rückschlägen überschattet. Erst gab es einen massiven Wasserschaden in den Räumen. Die Theke und Teile des Inventars mussten abgebaut werden. Das Wasser zog bis in den Keller. Dann kam das Coronavirus mit dem Lockdown. 

Bikertreff hat bereits geöffnet

Am 1. August konnte der Bikertreff wieder eröffnet werden, und seit Sonntag lädt auch das Restaurant wieder zur Einkehr ein. Ab 11 Uhr sind täglich die Türen geöffnet. Warme Küche gibt es zunächst erst ab 17 Uhr. „Frühstück und Mittagstisch kommen später dazu“, erklärt der Pächter seinen stufenweisen Plan. „Wir fangen klein an und sehen dann, was geht und was besser gemacht werden kann“, verrät er seine Strategie. Das Brainstorming am Ende eines Tages sei immer ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. So könne sich das Team „eingrooven“ und man könne das Angebot aufeinander aufbauen. 

Am Sonntag wurde im Haus Glörtal an der Glörtalsperre endlich wieder angezapft.

Dieses Team besteht nicht nur aus Mitarbeitern, die bereits viele Jahre im Haus Glörtal gearbeitet haben, sondern auch aus neuen Köpfen wie die beiden Köche Martin Scholz und bald auch Arndt Mähler. Sie sind für die klassischen Gerichte wie Wiener Schnitzel, Zürcher Geschnetzeltes, rote Grütze, Ofenkartoffeln oder Salatteller zuständig. 

Mehr als nur ein Restaurant

Der Restaurantbetrieb lastet die Kapazitäten des Hauses allerdings nicht aus. Jochen Bernsdorf weiß, wie wichtig zusätzliche Angebote sind: „Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es eine After-Work-Lounge.“ Schlager und Techno sind nicht zu hören, denn der Chef selbst wird die Lounge-Musik auflegen. „Whiskey-Tastings möchte ich anbieten und Kammerkonzerte“, verrät er. „Auch Singer-Songwriter sollen auf der Terrasse spielen.“ Zudem laufen bereits Gespräche mit dem Halveraner Autor Achim Möbus, der im Haus Glörtal im Herbst Lesungen für Kinder und für Erwachsene halten soll.

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