Rückblick aufs Jagd-Jahr

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Schalksmühle - Ein ereignisreiches Jagdjahr 2015 ließ Hegeringleiter Dirk Vedder am Freitagabend im ehemaligen Gasthaus „Haus im Dahl“ bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Schalksmühle-Hülscheid Revue passieren. Sein besonderer Dank ging nach musikalischer Begrüßung durch das Bläsercorps an Brigitte Kutsch, die den Waidgenossen die Räumlichkeiten in ihrem früheren Stammlokal noch einmal für die Versammlung zur Verfügung gestellt hatte.

Namentlich hieß er zahlreiche Ehrengäste – darunter seinen Vorgänger Bernd Schmitt und Maria Watermann als 1. Vorsitzende der Märkischen Kreisjägerschaft – in der Runde willkommen. Für die Volksinitiative für ein ideologiefreies und praxisgerechtes Jagdrecht in NRW machten sich sowohl der Hegeringleiter als auch Maria Watermann in ihrem Grußwort stark. Die benötigte Unterschriftenzahl von 65 000 Stimmen sei mit über 66 500 Stimmen (Stand 26. Februar) bereits erreicht. „Wir möchten 100 000 oder sogar 150 000 Unterschriften erreichen“, so die Vorsitzende der Kreisjägerschaft. Mit den Unterschriften möchte die Jägerschaft der jetzigen Gesetzeslage entgegentreten.

Guten Durchschnitt bescheinigte Forstamtmann Klaus Kermes den Jägern bei der (freiwilligen) Trophäenschau. Bei 68 von 178 erlegten Rehen handele es sich um Fallwild, so der Forstamtmann. „38 sind im Straßenverkehr getötet worden.“ 85,8 Punkte und damit eine Bronzemedaille erreichte Anastasios Manolis (Revier Winkeln-Sonnenscheid) für seine Trophäe. Eine noch höhere Punktzahl erzielte Rudi Schwerak (Revier Linscheid) mit 87,18 Punkten. Über die gesamte Strecke informierte Winfried Schindler, stellvertretender Hegeringleiter, die Versammlung. Das neue Landesjagdgesetz habe eindeutig im Mittelpunkt des vergangenen Jahres gestanden, erklärte Dirk Vedder in seinem Bericht. An die Großdemonstration in Düsseldorf am 16. März, an der sich 15 Hegeringsmitglieder aus Schalksmühle gemeinsam mit dem Hegering Lüdenscheid beteiligten, erinnerte er. „Diesen Tag mit 15 000 Unterstützern bei schönstem Wetter und schlagkräftigen Reden zu erleben, war schon auch in meinem Jägerleben etwas Besonderes.“

Ausführlich berichtete er über die Aktivitäten des Hegerings einschließlich der Teilnahme der Jägerschaft am Schalksmühler Winterfest, zu dem die Waidgenossen Wildwürste mit Brot und Ossenkämper beisteuerten. Ins Detail gingen die Obleute in ihren Berichten. Positives konnte dabei Timo Lückmann, Obmann Öffentlichkeitsarbeit, vom Jagdmuseum und der Rollenden Waldschule berichten. Für das Jagdmuseum lägen erneut mehrere Anmeldungen vor. Auch für Ehrungen bot die Versammlung einen würdigen Rahmen. Persönlich nahm Wilhelm Schmidt-Ewig (Pulheim) seine Auszeichnungen für 25-jährige Mitgliedschaft, ferner Karl-Heinz Storck und Winfried Schindler für 40-jährige Mitgliedschaft aus Händen von Dirk Vedder in Empfang. Weitere Ehrungen stehen indes noch aus. J MS

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