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Hauptversammlung abgesagt: Sportverband macht Druck auf die Gemeinde

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Von: Thomas Machatzke

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Hans-Jürgen Wagner, Geschäftsführer des Gemeindesportverbandes in Schalksmühle. © Machatzke, Thomas

Die Hauptversammlung des Gemeindesportverbandes wird verschoben. Der Sportverband will Druck machen auf die Gemeinde, die sich bei der Geschäftsführung einbringen soll.

Schalksmühle – Eigentlich sollte am Donnerstag in der Jahnhalle des Schalksmühler TV der Gemeindesportverband tagen. Alle drei Jahre finden die Hauptversammlungen des Verbandes statt. Doch am Wochenende hat Geschäftsführer Hans-Jürgen Wagner die Vereinsvertreter wieder ausgeladen. Die Sitzung wird „bis auf Weiteres“ verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Hintergrund: „Der Grund ist, dass bis heute die Ämter des 1. Vorsitzenden und seiner Stellvertreter nicht besetzt werden können“, stellt Wagner fest und verweist auf einen einstimmigen Vorstandsbeschluss, „mögliche Alternativen würden sich ergeben, wenn die Geschäftsführung des GSV wieder durch die Gemeindeverwaltung unterstützt werden könnte. Gespräche in diesem Zusammenhang wurden bereits geführt, konnten aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beendet werden.“

Der Verband macht damit Druck auf die Gemeinde. Zuletzt lag die Geschäftsführung in den Händen von Hans-Jürgen Wagner und damit in ehrenamtlichen Händen. Wagner hatte zwar in seiner Zeit als Diplom-Sportlehrer beim TuS Stöcken-Dahlerbrück auch einen Teil seiner Arbeitszeit für die Gemeinde eingesetzt. Doch nach dem Wechsel in den regulären Schuldienst und – damit seit mehreren Jahren – war dies nicht mehr der Fall.

Hauptversammlung abgesagt: Sportverband macht Druck auf die Gemeinde

Eigentlich war es dabei in Schalksmühle immer gute Tradition gewesen, dass eine hauptamtliche Geschäftsführung im Rathaus dem ehrenamtlichen GSV-Vorstand zuarbeitet. Ekkehard Bielau hatte über viele Jahre diese Aufgabe inne, später dann Frank Obersheimer. Mit dem Ausscheiden Obersheimers war Wagner in die Pflicht genommen worden.

Gerade in Zeiten des Landesprogramms „Moderne Sportstätte“, bei dem der GSV als Mittler zwischen Landessportbund und den Vereinen vor Ort auftrat, waren die Aufgaben der Geschäftsführung noch deutlich arbeitsintensiver geworden als in der Vergangenheit. Kurzum: Der Vorstand sieht Handlungsbedarf, um zurückzukehren zu einem Modell, in dem die Gemeinde dem Verband wieder helfend unter die Arme greift. Wichtig ist dies gerade auch vor dem Hintergrund, dass an der Spitze des GSV der Vorsitzende Klaus-Peter Wiebusch (STV) und sein Stellvertreter Karl-Heinz Eckern (TuS Linscheid-Heedfeld) schon seit längerem ihren Abschied verkündet haben.

Bürgermeister Jörg Schönenberg war schon kürzlich im Rathaus beim Treffen zur Sportentwicklungsplanung mit diesem Thema konfrontiert worden. Er verspricht, den Sport „in gewohnter Weise“ unterstützen zu wollen. „Wir brauchen ein stimmiges Gesamtpaket, und dann wir die Gemeinde ganz sicher auch ihren Anteil dazu beitragen. Wir haben ja bisher nur ein erstes Gespräch geführt“ Die Rückkehr der Geschäftsführung ins Rathaus ist also nicht ausgeschlossen, wobei der Bürgermeister eher auf interne Verteilung der Arbeit als auf Neueinstellungen setzen dürfte. Aber eine gute Lösung – das machte er auf Nachfrage klar, soll es auf jeden Fall geben.

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