Hauptausschuss berät über Kunstrasen für Kuhlenhagen

Der Hauptausschuss diskutiert am Montag über einen Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen.

SCHALKSMÜHLE ▪ Kunstrasen für Kuhlenhagen? Der Hauptausschuss beschäftigt sich in der nächsten Sitzung (am Montag, 18 Juni) mit der Errichtung eines entsprechenden Feldes. Die derzeitigen Planungen sehen vor, einen 100 mal 55 Meter großen Platz in Kuhlenhagen zu errichten.

„Der Ausschuss beschließt, die Anlegung eines Platzes mit Kunstrasenbelag für den Trainings- und Spielbetrieb am Standort Kuhlenhagen weiter zu verfolgen und die für die weitere Beratung erforderliche Planung nebst Nebenkostenermittlung zu beauftragen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Außerdem soll eine Prüfung stattfinden, unter welchen Voraussetzungen am Standort Bergstraße „auch weiterhin Leichtathletik, Schulsport und ein – gegebenenfalls eingeschränkter – Trainings- und Spielbetrieb der Jugendabteilungen stattfinden kann“.

Die Kosten für ein solches Projekt belaufen sich laut Vorlage auf rund 500 000 Euro. Zu Vergleichszwecken hat sich die Verwaltung Zahlen der Stadt Halver zukommen lassen. Die Ausschreibung erfolgte dort 2010 für den Sportplatz „Karlshöhe“. Lediglich die Kosten für einen reinen Kunstrasenplatz entnahm die Gemeinde. Kosten beispielsweise für eine Flutlichtanlage kämen noch dazu.

Ein wichtiger Grund für die Umorientierung vom Standort Bergstraße hin zu Kuhlenhagen ist der Immissionsschutz. „Der notwendige Lärmschutz kann nur mit unverhältnismäßig hohen Aufwendungen sichergestellt werden“. In einem entsprechenden Gutachten des Ingenieurbüros Buchholz aus Hagen wird festgestellt, dass die derzeitigen Bestimmungen „nur für den Umfang der jetzigen Platznutzung gelten“. Dies bedeutet, dass selbst unter Einbeziehung der notwendigen Lärmschutzmaßnahmen jegliche Erweiterung von Trainings- oder Spielzeiten ausgeschlossen wäre. Auch die Anlegung nur einer Kunstrasenfläche wäre ohne zusätzliche bauliche Lärmschutzmaßnahmen nicht durchführbar.

Falls der Hauptausschuss am Montag zustimmt, sollen nach der Sommerpause konkretere Planungen und Kostenermittlungen den Fachausschüssen vorgelegt werden. ▪ Matthias Clever

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