Das Ende einer Ära: Urgestein Hans Lau verlässt Gesprächskreis

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Pfarrer Torsten Beckmann (Mitte) verabschiedete Hans Lau (links) und Reiner Rutenbeck offiziell aus dem Leitungsteam des offenen Gesprächskreises.

Schalksmühle - Mit der offiziellen Verabschiedung von Hans Lau und Reiner Rutenbeck aus dem Leitungsteam ging am Dienstag beim offenen Gesprächskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück eine Ära zu Ende.

Er habe gerne mit beiden zusammengearbeitet, lobte Pfarrer Torsten Beckmann die langjährigen Mitarbeiter des Kreises. Wenn es den Kreis bei seinem Dienstantritt nicht schon gegeben hätte, „hätte man ihn erfinden müssen“, bekannte er. „Ich möchte ihn gerne weiterführen.“ Gut sei, „dass der Kreis offen ist“. 

Mit einem Rückblick auf die Anfänge, die Themen und Referenten über viele Jahre hinweg bereicherten Hans Lau und Reiner Rutenbeck die gut besuchte Veranstaltung im Gemeindezentrum der Kreuzkirche, bei der Superintendent Klaus Majoress als Referent über Veränderungen in der Kirche und angedachte Kooperationsräume über Gemeindegrenzen hinaus sprach. Im Anschluss an den Rückblick beleuchtete Majoress die derzeitige Situation.

Mit dem 100-jährigen Jubiläum der Kirchengemeinde und dem Namen des Autors Dr. Horst Ludwigsen brachte Hans Lau – damals Vorsitzender des Presbyteriums – die Gründung des Kreises im Jahr 1993 in Verbindung. Ludwigsen habe damals den Wunsch, einen Gesprächskreis zu gründen, an ihn herangetragen. Anfänglich habe sich der Kreis im Gemeindesaal Viktoriastraße getroffen. 1996 – nach dem Verkauf des Gebäudes – sei der Kreis in die Kreuzkirche umgezogen.

220 Abende seit der Gründung 

Mit Zahlen und Fakten reicherte Reiner Rutenbeck den Rückblick an. Erster Referent vor 25 Jahren sei Pfarrer Breyer zum Thema „Ist Leben auf unserer Erde 2050 noch möglich?“ gewesen. 220 Abende habe es seit Gründung des Kreises gegeben. Die Spannweite der Themen sei sehr breit gewesen – angefangen bei Themen zum Urchristentum bis zu aktuellen Lebensfragen. 90 Referenten seien beim Kreis zu Gast gewesen. Häufig habe Horst Böllinghaus die Kontakte geknüpft. „Im Gegensatz zu anderen Kreisen bestand unser Kreis immer als offener Kreis.“ 

Superintendent Klaus Majoress sprach über die Idee, gemeindeübergreifend in Kooperationsräumen zusammenzuarbeiten.

Vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und immer weniger Pfarrern ging Superintendent Klaus Majoress auf die viel diskutierte Frage ein: „Wie stellen wir uns als Kirche auf für das nächste Jahrzehnt?“ Die kirchliche Situation sei im Wandel, die gesellschaftliche Herausforderung eine andere, führte er aus. Ausführlich beleuchtete der Superintendent die Idee, innerhalb des Kirchenkreises intensiver in Kooperationsräumen zusammenzuarbeiten. 

Mit jeder frei werdenden Pfarrstelle sei eine Reduzierung des Stellenanteils verbunden. Schalksmühle, wo Pfarrer Dirk Pollmann im Sommer in den Schuldienst gewechselt sei, stehe dafür exemplarisch. Hinzu komme, dass der Kirchenkreis im kommenden Jahrzehnt vor gravierenden Eintritten in den Ruhestand stehe. Bis 2026 befinde sich ein Drittel der Pfarrer im Ruhestand – und der Nachwuchs fehle. Das Thema bewege ihn sehr, bekannte Majoress.

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