Dahlerbrück: Rätselraten in Sachen Edeka-Markt

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Wann der ehemalige Aldi-Komplex in Dahlerbrück einem neuen Edeka-Markt weichen soll, steht noch nicht fest. Auch die konkrete Planung des Handelsriesen bleibt weiter unklar.

Schalksmühle - Im Frühjahr des neuen Jahres soll auf dem ehemaligen Aldi-Gelände an der Bundesstraße 54 eigentlich ein neuer Edeka-Vollsortimenter entstehen. Eigentlich...

Die Bagger sollen anrollen und den Abriss des alten Komplexes vornehmen. Doch ein Fortschritt in der Sache ist bisher nicht zu erkennen. Das geht aus Recherchen unserer Redaktion hervor. 

Die bisherige Planung der Edeka-Handelsgruppe Rhein-Ruhr sieht eine Filiale mit rund 1800 Quadratmetern für Waren vor; mit Gastronomie sowie einen Backshop. Zudem soll es 100 Stellplätze geben. Den Einwohnern soll ein breites Sortiment von frischen Lebensmitteln angeboten werden. Etwa 35 bis 40 Mitarbeiter sollen nach der Eröffnung in der Filiale arbeiten, in der auf Waren von Landwirten und Produzenten aus der Region gesetzt werden soll. Das geht aus einem früheren Gespräch mit Unternehmenssprecher Gerd Koslowski hervor. 

Die Wände rings um den Komplex sind immer wieder das Ziel von Graffiti-Sprayern.

Die Umsetzung dieses Vorhabens erfordert den Abriss sämtlicher bestehenden Gebäude auf dem Gelände; also inklusive des braunen Backsteingebäudes, in dem die Dursty Getränkemarkt GmbH & Co. KG eine Filiale betreibt. Anstelle dessen möchte Edeka selbst Getränke verkaufen. 

Gegenüber unserer Redaktion hatte Dursty allerdings bereits erklärt, einen langfristigen Mietvertrag für das Objekt zu besitzen. Die Handelgruppe Edeka wolle, so heißt es, das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und „eine gemeinsame Lösung finden“. Wie weit diese Unterredung standgefunden hat und zu welchem Ergebnis diese gekommen ist, darüber gab es auf neuerliche Anfrage keine Auskunft. 

Der Putz am alten Aldi-Gebäude bröckelt gewaltig. Ein Abriss ist unausweichlich.

Die Handelsgruppe gab sich in der Vergangenheit zuversichtlich, dass ihr Bauvorhaben schnell genehmigt werden. Eine Bauvoranfrage sei durch den Kreis als zuständige Baubehörde bereits positiv beschieden worden, heißt es von Seiten des Unternehmenssprechers. Deshalb sei für den Antrag nach der Einreichung mit einer verkürzten Bearbeitungsdauer durch die Verwaltung von unter drei Monaten zu rechnen. Ein wenig auf die Bremse tritt dabei allerdings Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises. „Die Dauer der Bearbeitung hängt auch von vielen öffentlichen Belangen ab. Bei der Vorprüfung werden die Beteiligten nicht gefragt, sondern nur die Unterlagen vorab begutachtet.“ 

Wie zu erfahren war, ist die Handelsgruppe nun in den vergangenen Wochen aktiv geworden und hat sich erneut an den Kreis gewandt. Laut Koslowski wurde dort ein Antrag auf Baugenehmigung gestellt. Allerdings erklärte Erkens, dass es sich dabei lediglich um eine Verlängerung einer Baugenehmigung aus dem Jahr 2014 gehandelt habe. Dies sei bereits zum zweiten Mal geschehen. Zu den Details des Antrags durfte sich die Kreisvertreterin nicht äußern. Und auch von Seiten Edekas war keine Auskunft zu bekommen. 

Bauarbeiten bis 2019? 

Zu vermuten ist, dass Edeka zumindest eine Option auf die Realisierung alter Pläne für den Supermarktbau behalten möchte. In dem damaligen Bauantrag plante man für den Vollsortimenter an der Bundesstraße mit 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche, allerdings ohne Getränkeabteilung und stattdessen weiter mit Dursty auf dem Gelände. Für den Bau der größeren Variante kalkulierte Edeka bislang mit rund zwölf Monaten, mit einem Ende sei also Anfang 2019 zu rechnen. Es bleibt aber weiterhin fraglich, wann es tatsächlich losgeht an der Bundesstraße 54.

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