Breitbandausbau geht in die nächste Runde

Glasfaser gratis bis ins Haus - 861 Haushalte betroffen

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3. Call: Das Internet erreicht über Glasfaserkabel bis Ende 2022 auch die Haushalte in den Außenbereichen Halvers. Die Verlegung bis ins Haus erfolgt kostenfrei.

Halver - 861 Haushalte in Halver haben in den vergangenen Tagen Post von der Stadt bekommen. Der Inhalt? Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

So bezeichnen Bürgermeister Michael Brosch und Ramona Ullrich, zuständig für den Breitbandausbau in Halver, die Möglichkeit, ohne eigene Kostenbeteiligung einen schnellen Internetanschluss über Glasfaserleitung direkt bis in die eigenen vier Wände gelegt zu erhalten. 

Wichtig dabei: Es gibt eine Frist bis zum 31. Juli. Bis zu diesem Termin muss ein Auftrag erteilt worden sein. Wer die Chance nicht nutzt, verschenkt bares Geld. Zwar kann man das Glasfaserkabel auch nachträglich legen lassen, doch dann wird’s teuer. 799,95 Euro betragen die Anschlusskosten ohne die Förderung. 

Eine Initiative des Kreises und der Kommunen

Das Ganze passiert auf Initiative des Märkischen Kreises und seiner Kommunen. Der Kreis hat die Beantragung bei Bund und Land übernommen. Kreisweit werden fast 60 Millionen Euro verbaut und maximal 22 500 Adressen versorgt. Halver muss als Kommune im Stärkungspakt nicht einmal einem zehnprozentigen Eigenanteil aufbringen. Bei der Maßnahme handelt es sich im Rahmen der verschiedenen Breitband-Ausbauvorhaben um den 3. Call. 

Technisch passiert Folgendes: Die Telekom schließt bis spätestens Ende 2022 die in Frage kommenden Haushalte an. Die Leitung geht bis ins Gebäude. Zugesichert wird Highspeed mit 1000 Megabit pro Sekunde und mehr. Wie viel Leistung ein Haushalt in Anspruch nimmt, hängt nach der Leitungsverlegung vom Vertrag mit dem Anbieter ab. Das kann die Telekom sein, aber auch andere Telekommunikationsunternehmen dürften die dann vorhandenen Leitungskapazitäten nutzen, wenn sie entsprechende Vereinbarungen mit der Telekom treffen. 

Diese Bezirke profitieren davon

Wer profitiert? Vom 3. Call profitieren die Bürger in Oberbrügge und in bislang schlecht erschlossenen Außenbezirken, und zwar: Ahe, Am Hirschberg, Auf dem Heede, Auf den Kuhlen, Berge, Bommert, Borkshof, Burg, Collenberg, Edelkirchen, Ehringhausen, Giersiepen, Glörfeld, Grünenbaum, Halverscheid, Hohl, Holte, In der Hälver, Kamscheid, Kreisch, Löhbach, Nieder Vahlefeld, Nieder Buschhausen, Nieder Bommert, Oberbrügge, Ober Buschhausen, Oberherweg, Oberlangenscheid, Ober Hürxtal 1 und 2, Schanzmannsmühle/Giersiepen, Schmidthausen, Schröders Herweg, Schulten Hedfeld, Sticht, Vormbaum, Winkhof, Wegerhof/Hohl. 

Was ist zu tun? Die To-do-Liste für die betreffenden Haushalte: 

Die Haushalte erteilen den „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes in Förder- und Bestandsgebieten an die Telekom Deutschland GmbH“. Der Antrag ist dem Anschreiben bereits beigefügt mit einem Exemplar für die Telekom und einem für den Auftraggeber selbst, auszufüllen innerhalb der Rückmeldefrist bis 31. Juli. Der Antrag ist notwendig, damit die Telekom den Anschluss auf dem Grundstück bauen darf. Auch für Kunden eines anderen Anbieters ist dieser Antrag notwendig. Der Antrag muss vom Grundstückseigentümer unterschrieben werden. 

Kostenlos bis ins Haus

Die Unterlagen müssen verschickt werden an die Telekom Deutschland GmbH Bauherren „Glasfaser“ Postfach 440345 44392 Dortmund. 

Der Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos ins Haus gelegt und bei Mehrfamilienhäusern auch kostenfrei bis in die Wohnung. 

Die Telekom informiert die Nutzer, sobald Glasfaserprodukte verfügbar sind. Die Kunden können anschließend ein Glasfaser-Internetprodukt bestellen, um den Anschluss vollumfänglich nutzen zu können. Die Tarife sind abhängig von der gebuchten Leistung. . Für Nachfragen hat die Telekom eine Hotline geschaltet (Tel. 08 00/3 30 19 03). 

Infos gibt es auch über die Seite des Märkischen Kreises, www.maerkischer-kreis.de/breitband.php beziehungsweise wohngebiete.php. Das Anschreiben an die Halveraner Bürger findet sich auf der Homepage der Stadt einschließlich des Antragsformulars an die Telekom.

Letzte weiße Flecken erschließen

Was kommt noch? Absehbar ist darüber hinaus ein weiteres Projekt. Im 6. Call sollen dann auch die letzten weißen Flecken in Halver erschlossen werden. Bis Ende 2025 soll Glasfaser bis zum Haus gelegt werden in folgenden Ortsteilen: Alte Landwehr, Auf dem Wiebusch, Auf den Eicken, Bärendahl, Becke, Bergfeld, Brenscheid, Brocksiepen, Brüninghausen, Burbach, Clev, Dieckerhof, Dommelnheide, Dörnen, Eichhofermühle, Eickerschmitte, Erlen, Eversberge, Gehärte, Grafweg, Grünenbaum 7, Hagebüchen, Hagebücher Höh, Hakenberg, Halloh, Halverscheid 19, 19 a, 19 b, 27, und 27 a, Hartmecke, Heerenfelde, Hinter Hedfeld, Holte 9, Kreimendahl, Linde, Lingensiepen, Magdheide, Neuen Vahlefeld, Nieder Hedfeld, Nordeler Schleifkotten, Nordeln, Ober Bommert 6-8, Ober Buschhausen 17, Ober Vahlefeld, Osenberg, Othmaringhausen, Rothenbruch, Schlachtenrade, Schneehohl, Schöneberge, Schulten Hedfeld 8, Stichter Weide, Stöcken, Streitstück, Sundern, Vahlefelder Heide, Vormbaum 8, Wiebusch Hedfeld, Wiene.

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