Schwierigkeiten bei der Standortsuche

Weitere Flächen für Kitas prüfen - Betreuungsbedarf ist groß

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Hier entsteht die neue Awo-Kita in Halver.

Halver – „Kinderbildung ist ein wichtiges strategisches Feld.“ Einstimmig stimmte der Hauptausschuss am Mittwoch einem gemeinsamen Antrag von CDU, UWG, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zu, Kinderbildung und Kinderbetreuung zu priorisieren und eine Flächenanalyse für eine vorausschauende Entwicklung der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur im Bereich U3 und Ü3 vorzunehmen.

Bereits die Standortsuche für die neue Awo-Kita habe gezeigt, dass es schwierig sei, geeignete Standorte zu finden, begründete Sascha Gerhardt (FDP) den Antrag. Daher sei es wichtig, eine Flächenanalyse durchzuführen, um schnell in Planung gehen zu können. Nach Meinung der Fraktionen ist es von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Stadt, dass junge Familien entsprechende Betreuungs- und Bildungsangebote vorfinden. Nur dann könne es gelingen, junge Familien in Halver zu halten und Familien davon überzeugen, zukünftig in Halver zu leben und auf diese Weise die demografische Entwicklung in der Stadt aktiv zu steuern.

Rat stimmt einstimmig für Potenzialflächenanalyse 

Bereits im September vergangenen Jahres habe sich die Verwaltung mit der Thematik beschäftigt, erinnerte Bürgermeister Michael Brosch. Für die Sicherstellung des Rechtsanspruchs auf Betreuung in Gemeinden ohne eigenes Jugendamt sei das Kreisjugendamt zuständig. Angestrebt werde eine kreisweite Versorgungsquote von 35 Prozent. Laut aktueller Statistik des Kreisjugendamtes stehen in Halver für das kommende Kindergartenjahr 100 U3-Plätze und 437 Ü3-Plätze (Versorgungsquote 21,8 Prozent) sowie 45 Tagespflegeplätze (Versorgungsquote gesamt 31,6 Prozent) zur Verfügung. Konkrete Ideen für geeignete Flächen an die Verwaltung weiterzugeben, erbat Thomas Gehring, Fachbereichsleiter Bürgerdienste. 

Wie Astrid Becker (SPD) ergänzte, sei es auch für die SPD stets ein Anliegen gewesen, in puncto Kinderbildung und Kinderbetreuung weiterzukommen. Einstimmig fasste der Hauptausschuss den Beschluss, die Verwaltung mit einer Potenzialflächenanalyse für Kindertagesstätten im Stadtgebiet zu beauftragen und diese nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen dem Märkischen Kreis zu übermitteln.

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