HalbZeit-Gottesdienst in der Erlöserkirche

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Die Erlöserkirche war zum „HalbZeit-Gottesdienst“ am Sonntagabend fast voll besetzt.

Schalksmühle - Zu ungewöhnlicher Zeit und mit ungewöhnlichen Mitteln hinterfragte das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück am Sonntag beim „HalbZeit“-Abendgottesdienst in der Erlöserkirche das Thema Freiheit.

Mit dem bekannten (Freiheit)-Song der Söhne Mannheims, in der Freiheit mit Liebe, Treue, Menschheitstraum, Rücksicht und dergleichen mehr in Verbindung gebracht wird, stimmte das „HalbZeit“-Team die Gottesdienstbesucher in der gut besuchten Kirche auf vielfältige Fragen und eine lebendige Antwortsuche ein.

Was Freiheit für Christen bedeutet, war dabei von besonderem Interesse. Mit stimmungsvollen Liedern wie „You raise me up“ oder „So groß ist der Herr“ umrahmte der CVJM-Musikkreis – bestehend aus Ina Wohlrath (Klavier), Sabrina Klod (Gesang und Gitarre), Heike Zilles (Gesang und Gitarre), Karsten Zapp (Cajon und Gesang) und Silke Zapp (Flöten) – den etwas anderen Gottesdienst.

Besucher durften mitmachen

Passend zum Thema war die Songauswahl. Mit viel Herzblut gab der Musikkreis die in den Liedern enthaltene Botschaft von der Liebe Gottes weiter. Zu Aktionen, bei denen die Gottesdienstbesucher zum Mitmachen aufgefordert waren, schuf Sabine Trienke mit einfühlsamem Akkordeonspiel einen klangvollen Hintergrund. Derart inspiriert, hatte jeder Besucher im wahrsten Sinn des Wortes die Freiheit, auf Flatterband festzuhalten, was für ihn Freiheit bedeutet und was nicht. Vollkommen in Flatterband eingewickelt und mit „unfreien“ Lastern wie Hass, Neid oder Unversöhnlichkeit beschwert, versinnbildlichte Presbyterin Julia Pütz beim „HalbZeit“-Gottesdienst die Unfreiheit in Person.

Presbyterin Julia Pütz ließ sich mit Flatterband einwickeln.

Aus dem Film „Fight Club“ stammte der markante Song „Finding the bomb“, der die Szene – zur Vorbereitung auf die Predigt von Presbyter Martin Eilbrecht eingeschoben – begleitete. „Gefangen und der Freiheit beraubt“, stellte Eilbrecht mit Wink auf die eingewickelte Julia Pütz fest. Freiheit sei für jeden etwas anderes – je nach seiner persönlichen Lebenssituation. Für ihn selbst seien stets Pipi Langstrumpf und Tom Sawyer Symbole für Freiheit gewesen. „Die taten, was sie wollten.“

Mit der eigenen Unfreiheit konfrontiert

Manche seien für die Freiheit gestorben wie Martin Luther King oder Dietrich Bonhoeffer, die am Anfang in einer Collage als Projektion zu sehen waren. Von Zwängen, in denen jeder eingebunden sei, und der Freiheit, zu der Christen berufen seien, war die Rede. Die (freiwillige) Mitmachaktion konfrontierte am Ende jeden Einzelnen mit seiner eigenen Freiheit beziehungsweise Unfreiheit.

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