Schnelltests in Schalksmühle

Guter Start im neuen Testzentrum in Heedfeld - Ausweitung bereits geplant

Corona, Testzentrum, Heedfeld
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Nicht nur für Bürger: Auch die Mitarbeiter müssen regelmäßig getestet werden. Die Prozedur ist sowohl für Angelo Meoli (links) als auch für Silke Jungermann bereits eine Routineangelegenheit.

Das zweite Schalksmühler Corona-Testzentrum hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen. Montags, dienstags und freitags sind die Türen des evangelischen Gemeindezentrums an der Sterbecker Straße von 13 bis 15 Uhr für alle Testwilligen geöffnet.

Heedfeld – An den ersten Tagen konnten jeweils 17 Personen getestet werden, die alle gesund waren (Stand Dienstag). Die Pflege an der Volme GmbH als Betreiber und in Kooperation mit der Hirsch-Apotheke sorgt dabei mit Hightech für einen reibungslosen Ablauf.

„Die ersten paar Minuten musste es sich etwas einruckeln, bis die Abläufe klar waren, aber dann lief alles reibungslos“, attestiert Geschäftsführer Hendrik Gräff die Funktionalität des Systems. Die ausgeklügelte Software wird von der Hirsch-Apotheke zur Verfügung gestellt, die damit bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt hat. Dabei können sich die Testwilligen im Internet unter www.pflege-volme.de/aktuelles--termine bequem online anmelden. Wichtige Gesundheitsfragen müssen beantwortet, eine Wunschzeit ausgesucht und Kontaktdaten angegeben werden. Zum Testen muss dann nur noch ein Personalausweis mitgebracht werden.

„Wir übernehmen die Daten vor Ort dann direkt von dieser Anmeldung“, beschreibt Gräff den unkomplizierten Ablauf. Nicht einmal die persönlichen Daten müssen erneut erfasst werden. Nach dem Test kann das Gemeindezentrum ohne Wartezeit wieder verlassen werden. „Sie bekommen einen Zettel mit Zugangsdaten und QR-Code. Damit können sie sich das Ergebnis nach einer Viertelstunde selbst herunterladen“, erklärt der Geschäftsführer. Wer möchte, kann nach der Wartezeit auch eine schriftliche Attestierung direkt im Testzentrum erhalten. Notwendig macht die elektronische Abwicklung dies aber nicht mehr. „Wenn sie zum Friseur gehen, können sie das Testergebnis direkt im Handy vorzeigen. Das erspart auch den Zettelkram.“

Das Team: Angelo Meoli, Kerstin Sielmann, Silke Jungermann und Florian Wilms (von links) sorgen für einen reibungslosen Ablauf im neuen Testzentrum in Heedfeld.

Da das Angebot in Heedfeld sehr gut angenommen wird, laufen bereits jetzt die Vorbereitungen, um noch mehr Tests durchführen zu können. „Wir hatten jetzt erstmal eine geringere Taktung bei der Terminvergabe. Die wollen wir noch erhöhen“, sagt Florian Wilms, der ebenfalls Geschäftsführer der Pflege an der Volme GmbH ist. „Wir mussten jetzt erstmal Erfahrungen sammeln“, gibt er zu bedenken. Dabei werden jedoch weiterhin nur Einzeltestungen gemacht. Es sollen nicht mehrere Teststraßen aufgebaut werden. Maximal werden so rund 30 Testungen pro Tag stattfinden können.

Wegen der positiven Nachfrage soll auch während der Ostertage getestet werden. Wilms: „Wir bieten den Karfreitag zusätzlich an, den Karsamstag und Ostermontag zu den gleichen Zeiten.“ Eine weitere Fachkraft soll außerdem im Gemeindezentrum mithelfen, um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können.

„Sicherheit im Alltag“

In einigen Städten dienen aktuelle Corona-Tests schon als Eintrittskarte für verschiedenste Bereiche des öffentlichen Lebens. Das kann ein bisschen mehr Sicherheit in den Alltag der Menschen zurückbringen, findet Hendrik Gräff. „Gerade in unserer Region, wo die Inzidenz so hoch ist, ist es eine gute Sache, viel zu testen. Ich setze nach wie vor auf die Impfstrategie. Das Testen ist dabei eine gute Brücke. Ich merke auch, dass es vielen die Möglichkeit gibt, sich ein kleines Bisschen sicherer zu fühlen, besonders, wenn sie über Ostern jemanden besuchen möchten.“ Die Kombination aus Testen und Impfen könne den Menschen wieder ein Stück ihres Lebens zurückgeben.

Ähnlich sieht das auch Florian Wilms, gibt aber zu bedenken, dass „es zwar gut ist, viel zu testen, weil man dadurch auch noch Leute herausfiltern kann, die positiv sind, aber keine Symptome haben. Es ist auch die Gefahr da, eine falsche Sicherheit zu vermitteln. Wenn jemand bei uns ein negatives Ergebnis hat, heißt das nicht, dass er auch zu 100 Prozent gesund ist. Es gibt noch eine minimale Fehlerquote bei den Tests.“ Möglich sei auch, dass man innerhalb der kommenden sechs Stunden doch noch positiv werden könnte. „Es ist nur eine Momentaufnahme, das darf man nicht verkennen.“

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