Gute Nachbarschaft an historischer Grenze

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„Auf gute Nachbarschaft“ stießen die Teilnehmer der Amtsstein-Einweihung auf der Böllinger Hochheide an der Grenze zwischen Hagen und dem Märkischen Kreis gestern an. Hagens Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer (r.) hatte dazu eine Flasche Eversbusch aus seinem Geburtsort Hagen-Haspe mitgebracht. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Standort ist schon alt; der Stein als solcher ist es auch schon, an seinem jetzigen Standort ist er aber neu. Auf der Böllinger Hochheide – zwischen Rölvede auf Schalksmühler und Bölling auf Hagener Gebiet – markiert ein schweres Stück heimischer Grauwacke seit gestern wieder einen historischen Ort.

In der Nähe der Windräder weihten gestern zahlreiche Vertreter von Behörden, Vereinen, interessierte und als Grundbesitzer beteiligte Bürger einen neuen Amtsstein ein. Der heißt so, weil genau an dieser Stelle die ehemaligen Ämter Altena und Wetter aneinander grenzten. Deutlich wird dies durch ein A auf der einen und ein W auf der anderen Seite des großen Brockens. Heute markiert der Stein die Grenze zwischen dem Märkischen Kreis und der Stadt Hagen.

Dr. Friedrich Killing, Vorsitzender der Stiftung Haus Dahl, begrüßte die Teilnehmer der Feierstunde. Dazu zählten unter anderem Hagens Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer, Schalksmühles stellvertretende Bürgermeisterin Heide Bachmann, der stellvertretende Landrat des Märkischen Kreis Udo Vorländer, die Heimatforscher Heinz Böhm und Karl Friedrich Bühren, der Vorsitzende des Schalksmühler Heimatvereins Gerd Gebhardt und eine Abordnung des SGV Schalksmühle mit dem Vorsitzenden Frank Tietze an der Spitze.

Der ehedem vorhandene, vermutlich sogar ursprüngliche Stein, ist seit geraumer Zeit verschwunden. Sein Verbleib ist ungeklärt. Umso mehr freute sich Fischer, dass die Unternehmen Cemex und Lauert als Sponsoren ihre Heimatverbundenheit dokumentieren. Erläuterungen zur Historie des Ortes im Grenzgebiet zwischen dem Märkischen Kreis und der Stadt Hagen finden sich auf zwei Hinweistafeln, die das Ensemble vervollständigen.

Die große Runde der Teilnehmer taufte den Stein mit einem Pinnchen Eversbusch und stieß auf gute Nachbarschaft an der historischen Grenze an. Details zur besonderen Geschichte von Grenz- und Amtssteinen, Abmarkungen und Flurstücken finden sich in den Auszügen der nebenstehenden Rede, die Hans Ludwig Knau zur Einweihung hielt.

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