Neues Wohnbaugebiet Stallhaus

Stallhaus: Kriterien bei Vergabe der Grundstücke sollen sekundär werden

+
35 Bewerber gibt es für die Grundstücke im neuen Wohnbaugebiet Stallhaus.

17 Grundstücke sind noch frei im Neubaugebiet Stallhaus. 35 Bewerber, davon acht aus Schalksmühle, warten auf eine Antwort. Im Betriebsausschuss am Montag diskutierten die Mitglieder über das weitere Vergabeverfahren.

Schalksmühle - „Um es vorsichtig zu sagen: Erstzugreifer haben festgestellt, dass sie sich übernommen haben“, sagt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter der Bauverwaltung. Bei der Vergabe der Grundstücke im Neubaugebiet Stallhaus herrscht momentan Stillstand. 17 Grundstücke sind noch frei. Vor wenigen Tagen waren es noch 16, aber wieder seien Interessenten abgesprungen. 

Im Betriebsausschuss am Montag diskutierten die Mitglieder über das weitere Vorgehen der Grundstücksvergabe. Woran es liegt, dass Bewerber zwischenzeitlich abgesprungen sind, wurde in Gesprächen deutlich. Bei manchen sei das Wunschhaus auf dem Grundstück nicht realisierbar gewesen, aber ein anderes Grundstück hätten sie nicht gewollt, ein kleineres Haus auch nicht. Meistens jedoch sei der Finanzierungsaufwand aufgrund der aktuellen Baupreisentwicklung unterschätzt worden. Schlicht zu teuer. 

16 Grundstücke sind verkauft

16 Grundstücke sind verkauft. Von ihnen sind acht Kaufverträge bereits abgeschlossen und weitere acht werden demnächst abgeschlossen. Um weitere Rückläufe zu verhindern, stehen nun zwei Veränderungen im Gespräch. Die Vergabe der noch verfügbaren Grundstücke soll ohne Anwendung von Vergabekriterien erfolgen. 

Auf das Losverfahren, das in der Erstvermarktung genutzt wurde, soll jetzt verzichtet werden. Denn pragmatischer soll es werden, hieß es vonseiten der CDU, UWG und FDP. „Irgendwann hätte man sich zu Tode gelost“, sagte André Krause (CDU). Skeptische Stimmen hingegen kamen aus Reihen der SPD. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Siol war noch nicht ganz überzeugt: „Wir haben uns diese Kriterien gut überlegt.“ Die städtebaulichen Ziele sollten im Fokus bleiben. Der Kompromiss ist jetzt, dass die Kriterien sekundär werden. 

Keine Auslosung mehr

Alle Bewerber sollen angeschrieben werden – ohne ausgelost zu werden. Sobald es mehrere Bewerber auf ein Grundstück gibt, kommen die Kriterien wieder zum Einsatz – Wohnsitz und/oder Arbeitsplatz in Schalksmühle, Kind/er bis zwölf oder 25 Jahre. Bisher erfülle die Hälfte der Käufer die Kriterien. „Wir trauen uns zu, das Verhältnis auch bei der freien Vergabe hinzubekommen. Möglicherweise sogar noch besser“, sagte Oliver Emmerichs. Der Betriebsausschuss empfiehlt bei zwei Enthaltungen (SPD), die Grundstücke ohne Kriterien zu vergeben. Die Entscheidung fällt am Montag im Gemeinderat.

Stand der Vermarktung im Neubaugebiet

Nach Festlegung des vom Gemeinderat beschlossenen Verfahrens zur Vergabe der im Neubaugebiet Stallhaus ausgewiesenen 33 Einfamilienhaus-Grundstücke haben sich insgesamt 44 Bewerber, darunter 23 aus Schalksmühle, um ein Grundstück beworben. Von den 33 Grundstücken wurden 30 im Losverfahren einem Bewerber zugewiesen. Aktuell verbleiben nach Zusammenlegung von zwei Grundstücken 16 Erwerber für 16 Grundstücke, davon acht mit Wohnsitz in Schalksmühle und acht, die neu zuziehen. 

Die Anzahl der Kinder verteilt sich dabei mit acht beziehungsweise sieben ebenfalls sehr gleichmäßig auf die Erwerber mit Wohnsitz in Schalksmühle beziehungsweise außerhalb. Acht Kaufverträge wurden bereits abgeschlossen, drei weitere befinden sich in Vorbereitung und werden voraussichtlich ebenfalls noch in diesem Jahr abgeschlossen. Mit dem Abschluss der restlichen fünf Verträge ist Anfang 2020 zu rechnen

Mehr zum Thema Stallhaus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare