Neue Schulsozialarbeiterin für Schalksmühle

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In der Mitte steht die neue Sozialarbeiterin Susanne Berndt.

Schalksmühle - „Der Bedarf steigt immer mehr“, sind sich Astrid Bangert und Ralf Gensmann einig. Die Schulleiter der Primusschule und Grundschule Spormecke freuen sich daher über die neue Schulsozialarbeiterin Susanne Berndt, die für die Bildungs- und Teilhabeberatung zuständig sein wird.

„Eine bessere Lösung kann man sich nicht vorstellen“, sagt Ralf Gensmann. Denn Susanne Berndt ist keine Unbekannte. Bereits seit vielen Jahren ist sie an beiden Grundschulen als Koordinatorin für die OGS im Märkischen Kreis bekannt – und in Schalksmühle gut vernetzt. Für Astrid Bangert eine gute Lösung: „Es ist wichtig, dass beides in einer Hand liegt.“ Der Träger ist die Awo Hagen/Märkischer Kreis. 

Susanne Jakoby, Betriebsleiterin für Bildung, Beruf und Integration, sei froh, die Stelle besetzen zu können. „Es war nicht ganz leicht, die Stelle zu besetzen, weil es sich um eine Acht-Stunden-Woche handelt“, sagt sie. „Die Aufgaben von Susanne Berndt passen gut zusammen und ließen sich splitten.“ Darüber hinaus wollte sie die Aufgabe gerne übernehmen: „Das Arbeiten in Schalksmühle ist sehr angenehm“, sagt Berndt. „Die Menschen sind offen und wertschätzend.“ 

Mit der Aufgabe als Schulsozialarbeiterin im Bereich Bildungs- und Teilhabeberatung besetzt Susanne Berndt ein sensibles Themenfeld. Im vergangenen Jahr musste die Aufgabe von den Lehrern übernommen werden, weil die vorherige Sozialarbeiterin den Wohnort wechselte. „Dass wir wieder eine feste Stelle für diesen Bereich bekommen, entlastet das Kollegium“, sagt sie. „Zudem bin ich mir nicht sicher, ob wir von allen Eltern wissen, ob sie teilhabeberechtigt sind.“ 

Sensibilität gehört dazu

Über Einkommen zu reden und Hilfen zu beantragen sei für viele noch eine große Hürde. „Es gehört Mut dazu, sich zu öffnen“, sagt Bangert. Einfacher sei es, zu einer Person zu gehen, die die Kinder nicht gleichzeitig unterrichtet. Die Stärke von Susanne Berndt sei daher auch ihre Kompetenz, eine Sensibilität dafür zu entwickeln, welche Kinder beziehungsweise Eltern Hilfe benötigen und beantragen können. 

Das Ziel dabei ist es, dass auch sozial benachteiligte Kinder alle Chancen haben und in die Gesellschaft integriert werden – Teilhabe erhalten. „Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien müssen die Chance auf Teilhabe erhalten, damit Bildungsarmut und soziale Ausgrenzung vermieden wird“, betonte Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer vom Land NRW.

Neben finanziellen Hilfen für Nachhilfeunterricht, persönlichen Schulbedarf, Mittagsverpflegung, Schulausflüge und Klassenfahrten geht es auch um Mitgliedsbeiträge für Vereine und Musikschulen. 

Gemeinde investiert in Teilhabeberatung

Finanziert werden die Sozialarbeiter zum Teil aus dem Bildungs- und Teilhabepaket vom Land, das 2011 startete. „Zunächst wurden sie zu 100 Prozent finanziert, aber mittlerweile müssen die Kommunen rund 30 Prozent mitfinanzieren“, sagt Nektarios Stefanidis, Sachgebietsleiter der Gemeinde für Bildung, Kultur und Sport. Aus diesem Grund seien einige Kommunen abgesprungen, wie Susanne Jakoby weiß. „Daher haben wir uns sehr gefreut, als die Gemeinde auf die Awo zukam und wieder eine Sozialarbeiterin an die Schulen bringen wollte.“

Bürozeiten Susanne Berndt wird montags und donnerstags, jeweils im Vormittagsbereich und nach Terminabsprache, vor Ort sein. Sie berät Eltern und hilft bei der Beantragung von Fördermitteln für ihre Kinder.

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