Spormecke: Raumkonzept sorgt für Diskussionen

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Die Grundschule Spormecke.

Schalksmühle - Kontrovers und ausgiebig diskutierte der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie am Mittwoch in seiner ersten Sitzung des Jahres im Ratssaal des Rathauses das neue Raum- und Einrichtungskonzept der Grundschule Spormecke.

Bei drei Enthaltungen empfahlen die Mitglieder dem Rat schließlich dem Raumkonzept zuzustimmen, die Empfehlung an den Rat zur Realisierung des Einrichtungskonzepts fiel einstimmig aus.

Im Gegensatz zu früheren Überlegungen sieht das Raumkonzept 2016 hinsichtlich der Raumanordnung keine baulichen Veränderungen mehr vor, um beispielsweise größere Klassenräume oder Differenzierungsräume zu schaffen. Schulleiter Ralf Gensmann und Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste der Gemeinde, die das Konzept in der Sitzung vorstellten, begründeten dies damit, dass mit einer steigenden Schülerzahl durch die geplante Realisierung von Neubaugebieten und die Beschulung von Flüchtlingskindern zu rechnen sei. Die Grundschule Spormecke werde deshalb wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren eineinhalbzügig bleiben.

Technische Ausstattung wird verbessert

Stattdessen legt das veränderte Konzept den Fokus auf eine Modernisierung im Bestand. So soll vor allem die veraltete technische Ausstattung komplett überholt und die Beleuchtungssituation deutlich verbessert werden.

Ist dies geschehen, soll es an die Ausstattung der Klassenräume gehen. Gensmann sprach sich für ein flexibles Tafelsystem in den Klassenräumen und neues Mobiliar (beispielsweise rollbare Tische) aus. Damit könnten die Schüler künftig sehr viel selbstständiger arbeiten. Die komplette Umrüstung soll sukzessive in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen.

Das Einrichtungskonzept stieß bei allen Ausschussmitgliedern auf breite Zustimmung. So empfahl der Ausschuss dem Rat, für das laufende Haushaltsjahr 12 600 Euro und für 2017 weitere 12 000 Euro bereitzustellen, um die Räume auf das flexible Tafelsystem umzustellen. Auch die Mittel für das neue Mobiliar sollen ab 2017 bei der Haushaltsplanerstellung berücksichtigt werden.

„Das ist eine Kompromisslösung“

Mit dem Raumkonzept dagegen konnte sich beispielsweise SPD-Fraktionsvorsitzender Lutz Schäfer nicht anfreunden. Er bemängelte unter anderem die zu geringe Größe einiger Klassenräume und das Fehlen von Differenzierungsräumen. „Das Konzept ist eine Kompromisslösung. Da wir nicht genau wissen, was noch auf uns zukommt, wollen wir uns baulich nicht zu sehr einschränken“, erklärte Gensmann. Insgesamt sei das Vorgestellte ein erster Schritt der Annährung an das pädagogische Konzept und Unterrichtskonzept der Primusschule.

Bürgermeister Jörg Schönenberg gab zudem zu bedenken, bei nur noch vier Klassenräumen nach einem Umbau müsse man sich auf eine Einzügigkeit festlegen.

Die genaue Ausgestaltung der Baumaßnahmen soll unter Berücksichtigung der bereitgestellten Haushaltsmittel nun in den zuständigen Fachausschüssen wie dem Bau- und Planungsausschuss und dem Hauptausschuss näher beraten werden.

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