Großübung mit vielen Verletzten

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40 Darsteller stellten die Patienten dar, die von rund 200 Einsatzkräfte aus der Region behandelt wurden. Auch acht Helfer vom DRK Schalksmühle waren bei der Großübung des Kreises vor Ort.

Schalksmühle - Rund 200 Einsatzkräfte waren am Samstag bei einer Großübung auf dem Firmengelände des Unternehmens Spelsberg in Schalksmühle im Einsatz. Die „Behandlungsplatzbereitschaft des Märkischen Kreises“ probte einen Aufbau. Auch Einsatzkräfte aus der Volmegemeinde waren mit dabei.

40 zum Teil schwer verletzte Menschen, eilig herum wuselnde Rettungskräfte, Ärzte und Notarztfahrzeuge eilen herbei – die „Behandlungsplatzbereitschaft“ probte den Ernstfall. Die Bereitschaft besteht aus den Freiwilligen Feuerwehren Lüdenscheid und Plettenberg, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe, dem Technischen Hilfswerk sowie Ärzten aus dem Rettungsdienst MK. Unterstützt wurden die Hilfskräfte von drei überörtlichen Patiententransportzügen aus Hagen, dem Kreis Olpe und dem Oberbergischen Kreis.

Insgesamt waren an der Großübung rund 200 Personen beteiligt. Alle Einsatzkräfte hatten sich mit ihren Fahrzeugen im Gewerbegebiet Rosmart getroffen und waren im Verband nach Schalksmühle gefahren.

Vom DRK Schalksmühle waren am Samstag Jens Schmidtkunz als Rotkreuzleiter, Alexander Schmidt, Pascal Krause, Robin Paul, Cathryn Brug, Lukas Wunderlich und Nils Obersheimer vor Ort. Tobias Schmidt, stellvertretender Bereitschaftsleiter, fungierte bei der Großübung als Gruppenleiter. Die Schalksmühler besetzten das S3-Zelt. „Hier werden Patienten aufgenommen, die nicht so stark verletzt sind und deshalb nicht sofort ins Krankenhaus transportiert werden müssen“, erklärt Schmidt.

Die Kräfte des DRK Schalksmühle behandelten und betreuten rund 18 Patienten. Ein Verletzter hatte beispielsweise Scherben in den Händen. „Die Wunde wurde steril abgedeckt und abgepolstert, damit durch den Verband kein Druck entsteht. Nach Rücksprache mit dem Arzt haben wir ein Schmerzmittel verabreicht“, sagt Schmidt. Weitere fiktive Verletzungen, die die Schalksmühler behandelten, waren eine Rippenprellung, Nasenbluten und eine Gehirnerschütterung.

40 Darsteller waren im Einsatz, die die zum Teil schwer verletzten Personen mimten. Wie bereits bei anderen Übungen des Märkischen Kreises waren die Notfalldarsteller von dem DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid mit Unterstützung der umliegenden Kreisverbände Hamm, Iserlohn, Oberbergischer Kreis und Siegen gestellt worden. Das Team der Notfalldarstellung sei laut Kreisverwaltung nicht nur darin geschult, die Verletzungen so zu schminken, dass sie wie echt aussehen, sondern es wisse auch, wie die jeweilige Verletzung zu behandeln ist und welche Wirkung bei welcher medizinischen Behandlung eintritt.

Die Einsatzkräfte wussten im Vorfeld nicht genau, wo die Übung stattfindet. Auf dem Firmengelände von Spelsberg angekommen, mussten die Helfer unter Zeitdruck die verschiedenen Zelte aufbauen und einrichten. In den Behandlungszelten können vor Ort autark innerhalb der ersten Stunde 50 Patienten notfallmedizinisch versorgt und für den Weitertransport in geeignete Krankenhäuser stabilisiert werden.

Im Anschluss wurden den Einsatzkräften ohne Vorwarnung direkt Patienten zugeteilt. „Alle 15 Minuten gaben wir der Einsatzleitung eine Rückmeldung, wie viele Patienten in unserem Zelt behandelt werden“, sagt Tobias Schmidt. Auch wenn es sich am Samstag nur um eine Übung handelte, versuchte der Schalksmühler als Gruppenführer einen gewissen Druck aufzubauen, damit die Einsatzkräfte möglichst realistisch arbeiteten.

Mit dem Verlauf der Übung war Schmidt zufrieden. „Es hat gut geklappt, auch wenn es immer noch etwas zu verbessern gibt. Aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen verlief gut.“ Beim nächsten Dienstabend wollen die Beteiligten ein Abschlussgespräch führen und noch einmal über den fiktiven Einsatz und Verbesserungsmöglichkeiten sprechen.

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