Großreinemachen in der Schwimmhalle am Löh

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Ulla Hensch weiß jeden Abend, was sie getan hat, wenn sie die Fliesen und Decken zentimeterweise schrubbt. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Schwimmhalle am Löh hat zu – aber Ferien gibt es für das dreiköpfige Team um Schwimmmeister Klaus Heuckelbach erst in der nächsten Woche. Bis dahin stehen die jährlichen Wartungs- und Reinungsarbeiten an. Nichts Außergewöhnliches ist in diesem Jahr dabei, aber harte Arbeit bedeuten diese zwei Wochen in jedem Fall.

Das gilt insbesondere für Ulla Henschel und Katja Schwalm, die Umkleiden, sanitäre Anlagen und Eingangsbereich weit über das sonst täglich nötige Maß hinaus wienern. Jede einzelne Latte der Deckenverkleidung wird mit einem Schwamm geschrubbt – auf der Leiter, die Arme ständig über den Kopf. Die Fliesen werden nicht weniger gründlich gereinigt, alle Schränke, Spiegel und Glasflächen außerdem. Es werde immer täglich geputzt, erklärt Ulla Henschel, aber für solch gründlichen Reinigungsaktionen ist während des regulären Schwimmbadbetriebes keine Zeit.

In der eigentlichen Schwimmhalle wurde wie in jedem Jahr die Hydraulik des Hubbodens kontrolliert. Geprüft wird, „ob die Dichtungen Sitzungen und die Ventile ordentlich arbeiten“, erklärt Heuckelbach. Wenn nach seinem Urlaub wieder Wasser im Becken ist, muss noch getestet werden, ob der Boden gerade hoch und runter fährt. Bei zu viel Schräglage droht er zu verkanten. Auch die Filteranlage kann erst gewartet werden, wenn das Schwimmbad wieder voll ist. Dafür ist die letzte Woche der Sommerferien vorgesehen. Pünktlich zum Schuljahresbeginn am 7. September soll die Schwimmhalle blankgeputzt und einsatzbereit wieder geöffnet werden.

Für die regelmäßigen Wartungen der Anlage macht Heuckelbach die Termine mit den jeweiligen Fachfirmen immer schon im März aus. „Viele Hallenbäder machen im Sommer zu“, erklärt der Schwimmmeister, und entsprechend nutzen alle diese Zeit für ihre Wartungsarbeiten, so dass die Firmen viel zu tun haben. Dass sich die regelmäßigen Kontrollen auszahlen, macht Heuckelbach am Beispiel der Filteranlage deutlich. Die wurde 1995 installiert und auch nach 16 Jahren ist die Wasserqualität in der Schwimmhalle Löh noch optimal.

Neben der Technik des Bades gibt es auch noch einige andere Bereiche, die überprüft werden. Manchmal muss eine Lampe repariert werden, immer wird der Bereich unter dem Hubboden des Beckens gereinigt. Auffällig wenig sei diesmal dort gefunden worden, erzählt Heuckelbach. Ein paar Pflaster und Kaugummis waren dabei. Schwimmbrillen oder ähnliches finden sich sonst auch, aber: „Dieses Jahr haben die Leute wenig verloren.“ ▪ gör

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