Müll sammeln am Volmestrand

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Schalksmühle - Bei kühlem, ungemütlichem Schmuddelwetter befreiten die Mitglieder des Angelsportvereins „Saubere Volme“ am Samstag Ufer und Böschungen der Volme von Müll und Unrat. Mehr als 20 Vereinsmitglieder beteiligten sich unter Federführung von Wolfgang Enders (1. Vorsitzender) an der alljährlichen Reinigungsaktion.

Zu zweit liefen die Angler den Fluss nach unliebsamen Hinterlassenschaften anderer ab. Reichlich Plastikmüll und Flaschen, aber auch ausrangierte und illegal entsorgte Reifen, einen großen Teppich, einen Schlauchabwickler anno dazumal, Rattenfallen und eine Tischkreissäge trugen die Angler aus Schalksmühle, Iserlohn, Altena, Dortmund, Recklinghausen und Leverkusen – darunter Jungangler – beim Durchkämmen ihrer Streckenabschnitte mit Müllzange und Müllbeuteln zutage.

 „Früher hatten wir sogar Mitglieder aus Hamburg“, erinnert sich Wolfgang Enders, der die Teams einteilte und die jeweiligen Abschnitte zuwies. Derzeit liegt dem Angelsportverein die Anfrage eines niederländischen Anglers auf Aufnahme in den Verein vor. „Das ist jemand, der gern angelt und sonst viel in Afrika, Italien und Spanien unterwegs ist.“ Das beschauliche Volmetal gefiel dem Niederländer offensichtlich ebenso gut wie die fernen Länder.

Bei Temperaturen im einstelligen Bereich starteten die Mitglieder ihre zweite diesjährige Reinigungsaktion. Die erste lief bereits im März in Kierspe, wo der Verein gleichfalls einen Flussabschnitt gepachtet hat. Während des Sammelns blieb es zumindest trocken. Vom Treffpunkt am Anglerheim Strücken schwärmten die Mitglieder in verschiedene Richtungen aus, um den Müll in Müllsäcke zum Abholen zu verstauen. Nach der März-Aktion in Kierspe nahmen sich die Angler, die sich nicht scheuten, bei Bedarf ins kalte Wasser zu steigen, am Samstag die Strecke zwischen Oedenthal und Dahlerbrück vor. Mit Gummistiefeln und wasserdichten Wathosen waren sie für die Reinigungsaktion bestens ausgerüstet. Insgesamt 27 (Volme)-Kilometer schließt der Pachtvertrag des Angelsportvereins, der sich der Hege und Pflege des Gewässers verpflichtet fühlt, ein.

Ein großes Ärgernis neben den zahllosen Flaschen und Lebensmittelverpackungen („Die werden oft aus dem Auto heraus in die Böschung geworfen“) waren die vielen vollen Hundekotbeutel, die die Helfer im Uferbereich in der Nähe des Rathauses fanden und entsorgten. „Das kann’s doch auch nicht sein“, meinte Wolfgang Enders kopfschüttelnd. Nach der mehrstündigen Reinigungsaktion ließen sich die Aktiven, die sich mit Eintritt in den Verein zweimal jährlich zur Volmereinigung verpflichten, Würstchen vom Grill und kühle Getränke schmecken. Gleichsam als Dankeschön hatte die Gemeinde den Anglern dafür einen kleinen Obolus zur Verfügung gestellt.

Der große Container, in dem der gesammelte Unrat landete, wird am heutigen Montag von der Gemeinde am Anglerheim abgeholt. Im Herbst steht für den Verein die dritte Volmereinigung des Jahres an – erneut im Schalksmühler Bereich.

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